Wärmepumpe bleibt trotz neuem Heizungsgesetz die Nummer eins
Wichtige Fakten
- • Thermondo hat über 16.000 Wärmepumpen installiert.
- • 80 Prozent der Altbauten eignen sich für Wärmepumpen.
- • Moderne Wärmepumpen schaffen auch höhere Vorlauftemperaturen.
- • Biomethan ist teuer und nicht in ausreichender Menge verfügbar.
- • Neue Gasheizungen können zur Kostenfalle werden.
- • Wärmepumpen sind auch für Mehrfamilienhäuser geeignet.
Wärmepumpe bleibt trotz neuem Heizungsgesetz die Nummer eins
Der Vorstand des Heizungs- und Energiedienstleisters Thermondo, Felix Plog, sieht in der Wärmepumpe weiterhin die zentrale Technologie für die Heizungswende. Auch wenn das neue Gebäudemodernisierungsgesetz fossile Heizungen grundsätzlich wieder erlaubt, sei die Wärmepumpe klar die bevorzugte Lösung. eine Renaissance von Gas- und Ölheizungen erwartet er nicht, da Gasheizungen durch den steigenden CO2-Preis und die Netzkostenverteilung unattraktiv würden.
Wärmepumpen funktionieren auch im Altbau
Dass Wärmepumpen nur für gut gedämmte Neubauten geeignet seien, hält Plog für einen Mythos. Rund 80 Prozent der Altbauten ließen sich ohne größere Sanierungen mit Wärmepumpe ausstatten. Moderne Geräte kämen auch mit höheren Vorlauftemperaturen zurecht, wie sie in alten Häusern üblich sind. Schwierige Fälle seien die Ausnahme.
Herausforderungen bei und nach der Installation
Um hohe Stromkosten zu vermeiden, wird die Heizlast jedes Gebäudes im Vorhinein geprüft und die Wärmepumpe entsprechend dimensioniert. Nach der Installation erfolge eine digitale Überwachung der Anlage. Ein notwendiger Austausch einzelner Heizkörper sei nur bei wenigen Prozent der Kunden nötig. Die Auswirkungen auf die Stromnetze hält Plog für überschaubar, da jede Anlage beim Netzbetreiber angemeldet wird und intelligent steuerbar sei.
Kritik an politischen Rahmenbedingungen
Thermondo begrüßt den kontinuierlichen Hochlauf der Wärmepumpen, kritisiert aber die politischen Frameworks. Die Anforderungen zur Nutzung von Biomethan und Bioheizöl (sog. Bio-Treppe) seien unrealistisch, da nachhaltige Biomasse nur begrenzt verfügbar ist. Diese Maßnahme sei eher politischen Überlegungen geschuldet. Ähnlich sieht Plog die Absicht, Biomasse aus Drittstaaten wie der Ukraine zu importieren. Er plädiert für mehr Planungssicherheit und ein Absetzen der dauernden Grundsatzdebatte um das Gebäudeenergiegesetz.
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