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Klima 14.08.2026, 07:26 Aktualisiert: 14.08.2026, 18:01

EU-weite Waldbrandkrise: Neue Ausmaße, Todesfall in Kroatien, Grills in Großbritannien verboten

In Kroatien stieg die Zahl der Verletzten auf 42, eine Person starb (Kreuzbrände bei Omiš).

Wichtige Fakten

  • In Kroatien stieg die Zahl der Verletzten auf 42, eine Person starb (Kreuzbrände bei Omiš).
  • Großbritannien verbietet vorübergehend Einweggrills wegen „erheblicher Risiken“ durch Waldbrände.
  • Frankreich nahm 474 Menschen wegen Brandstiftung oder fahrlässiger Brandverursachung fest.
  • In England und Wales wurde die bisherige Rekordzahl von 1.017 Waldbränden bereits übertroffen.
  • Bei Stourbridge zerstörten die Feuer mindestens 19 Häuser komplett, 18 weitere beschädigt.

Britische Regierung verbietet Einweggrills

Angesichts extremer Trockenheit und einer beispiellosen Hitzewelle hat die britische Regierung den Verkauf von Einweggrills vorübergehend verboten. Das Verbot gilt für England, Schottland und Wales, da diese Geräte während der anhaltenden Dürre „ein erhebliches Risiko für die Öffentlichkeit und die Umwelt“ darstellen. Premierminister Andy Burnham beschrieb das Land als „Zunderkiste“ und forderte die Bürger auf, auf jede Art von offenem Feuer zu verzichten. Er kündigte außerdem die Anschaffung von Löschflugzeugen und 100 zusätzliche Militärangehörige zur Unterstützung der Feuerwehren an.

Frankreich: Fast 500 Festnahmen und neuer Großbrand

In Frankreich hat die Polizei seit Juli 474 Personen wegen Brandstiftung oder fahrlässiger Brandverursachung festgenommen, darunter auch Minderjährige. Bei Luglon in der Region Landes wütet ein neuer Waldbrand, durch den mehr als 500 Menschen evakuiert werden mussten. Das Feuer hat bereits 1.100 Hektar Kiefernwald zerstört; 500 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge sind im Einsatz. Außerdem brachten französische Behörden erstmals einen Löschhubschrauber vom Typ Chinook aus australischer Leihgabe zum Einsatz.

Kroatien: Ein Toter, 42 Verletzte, 1.200 Evakuierte

An der Adriaküste, besonders in Omiš und Lokva Rogoznica, haben die anhaltenden Brände nun ein Todesopfer gefordert. 42 Menschen wurden verletzt, sieben schweben in Lebensgefahr. Mehr als 1.200 Menschen mussten evakuiert werden. Ministerpräsident Andrej Plenković sprach von einem der schlimmsten Feuer der letzten Jahre und versprach finanzielle Unterstützung für die Betroffenen.

Deutschland und Spanien: Zerstörungen im Hürtgenwald und in Aragonien

In Hürtgenwald (bei Aachen) breitete sich das Feuer unerwartet aus: Über 2.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Durch die Flammen explodierten liegengebliebene Weltkriegsmunition, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte. Die Armee unterstützt mit Panzern und Hubschraubern. In Spanien zerstörte ein Großbrand im Nordosten den Wald rund um das Kloster San Juan de la Peña, dessen historische Artefakte von der Armee geborgen wurden. Auch in Südspanien und Griechenland halfen Einsatzkräfte, Straßen und Strände von qualmenden Gefahrenzonen zu schützen. Nach Stunden der Bedrohung im gleichen Zeitraum zeigt sich: Die extreme Hitze hat in Europa zu einer Welle klimabedingter Ausnahmesituationen geführt.

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