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Politik 06.05.2026, 15:19 Aktualisiert: 06.05.2026, 18:04

Weimers problematisches erstes Amtsjahr als Kulturstaatsminister

Weimer hat laut Kritik das Vertrauen der Kulturszene verloren.

Wichtige Fakten

  • Weimer hat laut Kritik das Vertrauen der Kulturszene verloren.
  • Ein Gericht verbot ihm, Buchhändler als Extremisten zu bezeichnen.
  • Weimer sagte Preisverleihungen und Kulturausschusssitzungen ab.
  • Sein Vorgänger Bernd Neumann gewann trotz Kritik Vertrauen.
  • Weimer eckte mit Äußerungen zu Berlinale und Bibliotheksbau an.

Ein Jahr Weimer – das Vertrauen ist verspielt

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat in seinem ersten Amtsjahr laut einer Bilanz das Vertrauen der deutschen Kulturszene weitestgehend verloren. Dabei war er vor seiner Ernennung bereits umstritten. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Bernd Neumann, der sich trotz Vorbehalten Anerkennung erarbeitete, gelang es Weimer nicht, Brücken zu bauen.

Eklats und Rückzüge prägen die Arbeit

Auslöser war unter anderem der Eklat um die Buchhandlungspreise, gefolgt von Wirbel um die Berlinale. Weimer vermied öffentliche Auftritte: Die Preisübergabe wurde abgesagt, am Kulturausschuss nahm er nur kurz teil, Theaterpreis und Theatertreffen fanden ohne ihn statt. Zudem untersagte ihm das Verwaltungsgericht, Buchhändler als „politische Extremisten“ zu bezeichnen.

Inkonsistenz in der Sache

Recherchen zeigen Widersprüche in Weimers Position: Beim Buchhandlungspreis kam der Impuls zum Ausschluss aus dem Innenministerium; Weimer schützte die Jury nicht. Beim angekündigten Stopp des Neubaus für die Deutsche Nationalbibliothek ruderte er nach Kritik aus der CDU zurück. Auch der Umbau des Museums Berlin modern entwickle sich zum Millionengrab. Kritiker werfen Weimer vor, mehr auf Schlagzeilen als auf Steuerzahler zu achten.

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