Westliche Staaten: Nawalny mit Froschgift getötet
Wichtige Fakten
- • Westliche Staaten identifizierten das Nervengift Epibatidin in Nawalnys Körper.
- • Das Gift stammt von wilden Pfeilgiftfröschen in Südamerika.
- • Nur Russland hatte Mittel, Motiv und Gelegenheit für die Vergiftung.
- • Die Erkenntnisse wurden an die OPCW weitergeleitet.
- • Nawalny starb 2024 in einer russischen Strafkolonie.
Westliche Staaten bestätigen Vergiftung
Westliche Staaten, darunter Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und die Niederlande, sind überzeugt, dass der russische Oppositionelle Alexej Nawalny mit dem Nervengift Epibatidin getötet wurde. Laboruntersuchungen von Proben aus seinem Körper ergaben, dass das Gift von wilden Pfeilgiftfröschen in Südamerika stammt und in Russland nicht natürlich vorkommt. Die Staaten halten nur die russischen Behörden für fähig, diese Vergiftung durchzuführen, und haben die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) informiert.
Hintergrund und Reaktionen
Nawalny, ein bekannter Kreml-Kritiker, starb im Februar 2024 in einer sibirischen Strafkolonie. Bereits 2020 wurde er mit Nowitschok vergiftet und in Berlin behandelt. Seine Witwe Julia Nawalnaja betonte auf der Münchner Sicherheitskonferenz, dass nun wissenschaftliche Beweise vorliegen. Westliche Außenminister wie Johann Wadephul (Deutschland) und Yvette Cooper (Großbritannien) verurteilten die Tat und kündigten Konsequenzen an, während Russland die Vorwürfe als "Informationskampagne" abtat.
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