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Wirtschaft 01.04.2026, 08:33 Aktualisiert: 01.04.2026, 12:05

Wirtschaftsprognose drastisch gesenkt: Iran-Krieg bremst deutschen Aufschwung

Wachstumsprognose für 2026 auf 0,6% gesenkt (zuvor 1,3%).

Wichtige Fakten

  • Wachstumsprognose für 2026 auf 0,6% gesenkt (zuvor 1,3%).
  • Energiepreisschock durch Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,8% in 2026.
  • Institutsprognose dient als Grundlage für Regierungsprognose am 22. April.
  • Forscher warnen vor Stagflation bei steigenden Preisen und fallendem Wachstum.
  • Bundesregierung muss eigene Prognose von 1,0% voraussichtlich nach unten korrigieren.

Prognose drastisch gesenkt

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für Deutschland 2026 aufgrund des Iran-Kriegs und der stark gestiegenen Energiepreise deutlich gesenkt. Statt des erwarteten Wachstums von 1,3% wird nun nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,6% prognostiziert. Die Institute erwarten für 2027 ein Wachstum von 0,9%, ebenfalls deutlich pessimistischer als zuvor angenommen.

Auswirkungen auf Inflation und Konsum

Der Energiepreisschock entfacht vorübergehend die Inflation, was höhere Produktions- und Transportkosten sowie steigende Nahrungsmittelpreise zur Folge hat. Dies dämpft den privaten Konsum erheblich. Die Institute prognostizieren für 2026 eine Inflationsrate von 2,8% und für 2027 von 2,9%, deutlich über der EZB-Zielzone von 2,0%.

Politische Reaktionen und Herausforderungen

Die Bundesregierung dürfte ihre eigene Prognose von 1,0% Wachstum in Kürze nach unten korrigieren, was zu geringeren Steuereinnahmen und erhöhtem Spardruck führen könnte. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betont die Notwendigkeit mutiger Reformen, um die Wachstumsaussichten zu stärken. Ihr Gutachten dient als Grundlage für die Regierungsprognose, die am 22. April vorgestellt wird.

Wirtschaftliche Risiken und Perspektiven

Die Forscher warnen vor einer Stagflation, bei der steigende Preise und fallendes Wachstum den Spielraum der Notenbanken einschränken. Der Iran-Krieg hat zu einer Energiekrise geführt, mit Ölpreisen, die um rund 60% gestiegen sind. Dies unterstreicht die Verwundbarkeit der deutschen Exportindustrie und erhöht den Konkurrenzdruck auf Schlüsselbranchen wie die Autoindustrie.

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