Wissenschafts- und Raumfahrtkooperation: Deutschland und Norwegen vertiefen Partnerschaft
Wichtige Fakten
- • Bundesforschungsministerin Bär besucht norwegisches Polarinstitut in Tromsø.
- • Deutschland und Norwegen unterzeichnen Abkommen über gemeinsame Raumfahrt-Arbeitsgruppe.
- • Raketenstartplatz Andøya soll Europas Abhängigkeit von SpaceX reduzieren.
- • Hochleistungsradar MAARSY in Andøya dient Klimaforschung und Raketenstarts.
- • Erster Raketenstart von Isar Aerospace für erstes Halbjahr 2026 erwartet.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) besuchte das norwegische Polarinstitut in Tromsø und unterstrich die Bedeutung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit insbesondere in der Arktisforschung. Gemeinsam mit Norwegens Wirtschaftsministerin Cecile Myrseth unterzeichnete sie ein Abkommen zur Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Raumfahrt. Hintergrund ist der wachsende Bedarf an Europas Unabhängigkeit in der Satellitenkommunikation und Erdbeobachtung.
Tromsø dient als Zentrum der deutsch-norwegischen Polarforschung mit modernsten Geräten zur Analyse von Eisbohrkernen als Klimaarchive. Der Raketenstartplatz auf der Insel Andøya, von wo aus das deutsche Unternehmen Isar Aerospace Satelliten starten will, gewinnt geopolitisch an Bedeutung als europäische Alternative zu US-Firmen. Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik betreibt auf Andøya das Hochleistungs-Radar MAARSY, das sowohl der Klimaforschung als auch der Unterstützung von Raketenstarts dient.
Bär zeigte sich zuversichtlich, dass der erste Start einer Rakete von Andøya noch im ersten Halbjahr 2026 erfolgen könne. Finanziert wird die polare Infrastruktur von Bund und Ländern, hier federführend Mecklenburg-Vorpommern. Die Arktis werde nicht nur wissenschaftlich und ökologisch, sondern auch sicherheits- und wirtschaftspolitisch immer relevanter, so die Ministerin.
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