Xi und Putin vor Treffen in Peking: China als Brennpunkt der globalen Diplomatie
Wichtige Fakten
- • Putin trifft Xi am Mittwoch in Peking.
- • China kaufte seit Kriegsbeginn fossile Brennstoffe für 367 Mrd. USD von Russland.
- • China und Russland feiern 30 Jahre strategische Partnerschaft.
- • Trump-Taiwan-Waffendeal steht noch aus - großer Erfolg für Peking möglich.
- • Power of Siberia 2 Pipeline soll Kapazität um 50 Mrd. m³ erhöhen.
Chinesisch-russische Gipfeldiplomatie nach Trump-Besuch
Chinesische Staatsmedien feiern Peking als „Brennpunkt der globalen Diplomatie“, während Wladimir Putin zu einem zweitägigen Besuch in China erwartet wird. Das Treffen folgt nur vier Tage nach dem Abgang von US-Präsident Donald Trump von einem hochrangigen Gipfel. Staatschef Xi Jinping und Putin tauschten am Sonntag „Gratulationsbriefe“ aus, wie staatliche Medien berichten, anlässlich des 30. Jahrestags der strategischen Partnerschaft beider Länder.
Wirtschaftliche und diplomatische Vertiefung
Kremlberater Juri Ushakow bestätigte Putins Ankunft am Dienstagabend und ein Treffen mit Xi am Mittwochmorgen. Themen sollen alle Bereiche der bilateralen Beziehungen umfassen, darunter die geplante Gaspipeline „Power of Siberia 2“. Chinas wirtschaftliche und diplomatische Unterstützung Russlands seit der Invasion der Ukraine 2022 hat die militärischen Anstrengungen Moskaus gestärkt. Laut dem Centre for Research on Energy and Clean Air kaufte China seit Kriegsbeginn russische fossile Brennstoffe im Wert von über 367 Milliarden US-Dollar. Der bilaterale Handel erreichte Rekordhöhen, wobei China mehr als ein Viertel der russischen Exporte abnimmt.
Auswirkungen auf Taiwan und den Nahen Osten
Trumps Gespräche mit Xi konzentrierten sich auf Handel, Taiwan und den Nahostkonflikt. Der Ukraine-Krieg spielte eine untergeordnete Rolle. Trump erklärte, China stimme mit ihm über die Bedeutung der Wiederöffnung der Straße von Hormus überein. Xi warnte Trump vor den Gefahren einer Eskalation im Taiwan-Konflikt und drängte auf ein Ende der US-Waffenlieferungen. Laut dem Atlantikrat-Experten Joseph Webster könnte Taiwan der Subtext des Xi-Putin-Treffens sein, da Peking möglicherweise neue Energieabkommen mit Moskau anstrebt, um die Energieversorgung im Falle eines Taiwan-Konflikts zu sichern.
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