Zack Polanski entschuldigt sich für umstrittenen Social-Media-Post
Wichtige Fakten
- • Zack Polanski teilte einen Beitrag, der Polizisten der Gewalt beschuldigte.
- • Polizeipräsident Mark Rowley warf ihm vor, Spannungen zu schüren.
- • Polanski entschuldigte sich und bot ein Treffen mit Rowley an.
- • Der Tatverdächtige Essa Suleiman wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.
- • Suleiman stand unter psychiatrischer Behandlung, wie die Klinik bestätigte.
Hintergrund und Kontroverse
Der Parteichef der Grünen in England und Wales, Zack Polanski, hat sich öffentlich entschuldigt, nachdem er einen Social-Media-Beitrag geteilt hatte, der das Vorgehen der Polizei bei der Festnahme des Messerangreifers von Golders Green kritisierte. Der Beitrag warf Beamten vor, einen psychisch kranken Mann wiederholt und gewaltsam gegen den Kopf getreten zu haben. London Polizeipräsident Sir Mark Rowley reagierte mit einem offenen Brief, in dem er Polanski vorwarf, die Sicherheit von Juden in London zu gefährden und antisemitische Stimmungen zu befeuern. Polanski gestand ein, den Beitrag in Eile geteilt zu haben, und dass soziale Medien nicht der richtige Ort für die Reflexion solcher Ereignisse seien.
Reaktionen und Auswirkungen
Der Vorfall ereignete sich am 30. April, als der 45-jährige Essa Suleiman zwei jüdische Männer in Golders Green niedergestochen habe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zwei Fälle versuchten Mordes vor. Suleiman stand nach Angaben seines Klinikträgers unter psychiatrischer Betreuung. Die innenpolitische Debatte in Großbritannien wird durch den Vorfall neu entfacht: In den lokalen und devolvierten Parlamentswahlen am 7. Mai ist weniger als eine Woche zu Ende, während zugleich Diskussionen über Versammlungsfreiheit an die Oberfläche kommen. Parteien nutzen die Wahlen unterschiedlich: Polanski nutzte eine Rede in Manchester für einen ausgerufenen Mindestlohn von 15 Pfund pro Stunde. Polens Labour-Premierminister Starmer kündigte unterdessen Maßnahmen bis hin zu einem Fahnenverbot auf palästinensischen Solidaritätsmärschen an.
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