USA bombardieren strategische Insel Kharg – Eskalation im Iran-Krieg
Wichtige Fakten
- • Die USA haben die strategisch wichtige iranische Insel Kharg bombardiert, aber die Ölinfrastruktur vorerst verschont.
- • Iran blockiert weiterhin die Straße von Hormus und setzt damit die Weltwirtschaft unter Druck.
- • Im US-Republikanerlager zeigen sich tiefe Gräben, während die öffentliche Meinung den Krieg mehrheitlich ablehnt.
- • Die Golfstaaten haben ihr Vertrauen in US-Schutzzusagen verloren, nachdem sie zwei Wochen lang iranischen Angriffen ausgesetzt waren.
- • Im Nordirak geraten kurdische Milizen unter iranischen Beschuss, während pro-iranische Milizen US-Ziele in der Region angreifen.
Eskalation durch US-Angriff auf strategische Insel Kharg
Die USA haben die für Irans Ölexporte entscheidende Insel Kharg im Persischen Golf bombardiert. Laut US-Präsident Donald Trump wurden dabei alle militärischen Ziele auf der Insel zerstört, während die Ölinfrastruktur vorläufig verschont blieb. Trump warnte jedoch, dass er diese Entscheidung sofort überdenken werde, sollte Iran oder andere die Durchfahrt durch die Straße von Hormus weiter behindern. Die iranische Seite bestätigte, dass bei den Angriffen keine Ölanlagen beschädigt wurden, warnte aber gleichzeitig vor Vergeltung im Falle eines Angriffs auf ihre Energieinfrastruktur.
Iran setzt Blockade der Straße von Hormus fort
Iran hält weiterhin an der faktischen Blockade der Straße von Hormus fest, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Diese Blockade, die erstmals seit der Islamischen Revolution 1979 verhängt wurde, setzt die Weltwirtschaft unter erheblichen Druck. Die iranischen Revolutionsgarden folgen dabei einer Anweisung des neuen obersten Führers Modschtaba Chamenei. Die Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, sind seit zwei Wochen massiven Raketen- und Drohnenangriffen Irans ausgesetzt, was ihr Vertrauen in US-Schutzzusagen schwer erschüttert hat.
Innenpolitische Spannungen in den USA vertiefen sich
In den USA zeigen sich tiefe Gräben innerhalb der republikanischen Partei bezüglich des Iran-Krieges. Während traditionelle Trump-Anhänger und die sogenannte "Maga"-Basis die Militäraktion unterstützen, lehnen einflussreiche Stimmen wie der ehemalige Fox-News-Moderator Tucker Carlson und Teile der Basis den Krieg ab. Umfragen zufolge missbilligt eine Mehrheit der Amerikaner die Militäraktion. Die öffentliche Ablehnung könnte sich verstärken, falls Trump Bodentruppen entsendet oder der Konflikt sich weiter ausweitet.
Regionale Ausweitung und strategische Unsicherheiten
Der Konflikt weitet sich regional aus: Im Nordirak werden kurdische Milizen, die sich gegen das iranische Regime stellen, regelmäßig von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen. Gleichzeitig greifen pro-iranische schiitische Milizen im Irak US-Ziele an und haben sogar Angriffe auf US-Stützpunkte in Nachbarländern wie Kuwait und Jordanien angekündigt. Experten warnen, dass die USA in einen langwierigen Konflikt gezogen werden könnten, da das iranische Regime trotz massiver Luftangriffe stabil bleibt und auf "horizontale Eskalation" setzt, um die Kosten für die USA zu erhöhen.
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