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Inland 13.03.2026, 11:58 Aktualisiert: 13.03.2026, 15:32

Zweitägiger Warnstreik im NRW-Nahverkehr angekündigt

Verdi ruft zu zweitägigem Warnstreik am Montag und Dienstag auf.

Wichtige Fakten

  • Verdi ruft zu zweitägigem Warnstreik am Montag und Dienstag auf.
  • Mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit 30.000 Beschäftigten betroffen.
  • Forderungen: Arbeitszeitverkürzung von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
  • Arbeitgeber kritisieren Forderungen als unrealistisch angesichts finanzieller Lage.
  • S-Bahnen und Regionalzüge sowie einige lokale Betriebe nicht betroffen.

Landesweiter Ausstand angekündigt

Die Gewerkschaft Verdi hat für die kommende Woche einen zweitägigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Am Montag sollen zunächst Beschäftigte in Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen streiken, gefolgt von einem landesweiten Stillstand von Bussen und Straßenbahnen am Dienstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht. S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht betroffen, und es gibt einige Ausnahmen wie in Leverkusen, Monheim, Gütersloh, Hamm, Münster und Aachen, wo der Betrieb weitgehend aufrechterhalten wird.

Hintergrund der Tarifverhandlungen

Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind die stockenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten betreffen. Verdi kritisiert, dass die Arbeitgeber nach zwei Verhandlungsrunden noch kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, sondern stattdessen einen Katalog mit Gegenforderungen präsentierten, ohne konkret auf die Forderungen der Beschäftigten einzugehen. Die Gewerkschaft fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine Erhöhung der Ruhezeit zwischen Schichten von zehn auf elf Stunden und eine Anhebung des Sonntagszuschlags von 25 auf mindestens 40 Prozent.

Reaktionen und weitere Entwicklungen

Der Kommunale Arbeitgeberverband NRW wirft Verdi vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen, und bezeichnet die Forderungen als unrealistisch. Die zweite Verhandlungsrunde Anfang März endete ergebnislos, und die Gespräche werden ab dem 24. März fortgesetzt. In dieser Woche hatte Verdi bereits regionale Warnstreiks in Duisburg, dem Ruhrgebiet und anderen Gebieten durchgeführt, mit weiteren Auswirkungen im Münsterland und Ostwestfalen.

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