Handyortung als Mittel zur Erhöhung von Abschiebungen vorgeschlagen
- • 2025 scheiterten 60% aller Abschiebeversuche in Deutschland.
- • 22.787 Abschiebungen waren erfolgreich, 32.855 Versuche schlugen fehl.
- • Bei 21.341 Fällen waren die Personen nicht an der gemeldeten Adresse.
"Die Debatte um Handyortung könnte die Effizienz von Abschiebungen erhöhen, wirft aber Datenschutzfragen auf."
Deutschland setzt direkte Abschiebungen nach Afghanistan um
- • 20 straffällige Männer wurden von Leipzig nach Kabul abgeschoben.
- • Abschiebung basiert auf direkter Vereinbarung mit den Taliban.
- • Erster Charterflug ohne Vermittlung anderer Staaten.
"Die direkten Abschiebungen könnten zu weiteren Rückführungen führen, während Menschenrechtsbedenken bestehen bleiben."
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ARD-Recherche: Taliban setzen Bundesregierung mit ausgedünnten Afghanen-Missionen unter Druck – mehr eigene Diplomaten gefordert
- • Nach ARD-Recherchen wurden seit November 2024 13 von 16 afghanischen Diplomaten aus der Zeit vor der Taliban-Machtübernahme 2021 aus Deutschland abberufen; übrig blieben drei (Geschäftsträger in Berlin plus ein Kollege sowie ein Diplomat in München).
- • Im Botschaftsgebäude in Berlin arbeiten laut ARD derzeit noch zwei Diplomaten der Vorgängerregierung; das Kabuler Außenministerium wolle nach übereinstimmenden Berichten mehrerer ehemaliger Diplomaten den Geschäftsträger entfernen, weitere Abberufungen seien möglich.
- • Im Sommer 2025 kamen zwei Taliban-Konsularbeamte mit Zustimmung der Bundesregierung nach Deutschland; laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sollten sie Abschiebungen nach Afghanistan erleichtern.
"Sollten die Taliban weitere Alt-Diplomaten abberufen lassen und Deutschland weiterhin Akkreditierungen entziehen, könnte der Druck steigen, zusätzliche Taliban-Vertreter zuzulassen – insbesondere, wenn Berlin Abschiebungen nach Afghanistan praktisch an funktionierende Konsularstrukturen knüpft. Gleichzeitig deutet die inoffizielle Haltung aus Berlin („vehement gegen weitere Taliban-Diplomaten“) auf Widerstand hin; ein offener politischer Konflikt über den Umgang mit den afghanischen Vertretungen ist daher wahrscheinlich."