Deutschland setzt direkte Abschiebungen nach Afghanistan um
Wichtige Fakten
- • 20 straffällige Männer wurden von Leipzig nach Kabul abgeschoben.
- • Abschiebung basiert auf direkter Vereinbarung mit den Taliban.
- • Erster Charterflug ohne Vermittlung anderer Staaten.
- • Abschiebungen umfassen Personen mit Körperverletzungs- und Drogendelikten.
- • Bundesregierung unterhält offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Taliban.
Abschiebungen nach Afghanistan
Das Bundesinnenministerium hat 20 Männer aus Afghanistan nach Kabul abgeschoben, die in Deutschland straffällig geworden sind, unter anderem wegen Körperverletzung und Sexual- oder Drogendelikten. Es handelt sich um den ersten Charterflug, der ohne Vermittlung anderer Staaten auf Grundlage einer direkten Vereinbarung mit den Taliban durchgeführt wurde.
Politische Kontroversen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) betonte, dass die Vereinbarung eine verlässliche Grundlage für dauerhafte Abschiebungen schafft, während die Bundesregierung offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu den Taliban unterhält. Menschenrechtler kritisieren die Abschiebungen in das repressiv geführte Land und die Zusammenarbeit mit den Taliban.
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