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Der 93-jährige ehemalige belgische Diplomat Étienne Davignon muss sich wegen Beteiligung am Mord an Patrice Lumumba 1961 vor Gericht verantworten.
Davignon ist der einzige noch lebende Angeklagte unter etwa einem Dutzend Belgiern, die die Familie Lumumbas beschuldigt.
Die Anklage umfasst Kriegsverbrechen, unrechtmäßige Freiheitsberaubung und demütigende Behandlung von Lumumba und seinen Gefährten.
Die Lumumba-Familie begrüßt die Gerichtsentscheidung als "Beginn einer Abrechnung" mit der kolonialen Vergangenheit.
Ein Prozess könnte im Januar 2027 beginnen, falls keine erfolgreiche Berufung eingelegt wird.
"Dieser Fall könnte einen historischen Präzedenzfall für die strafrechtliche Verfolgung von Kolonialverbrechen in Europa schaffen."