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International 29.04.2026, 02:01 Aktualisiert: 29.04.2026, 08:03

168 Tote bei US-Raketenangriff auf iranische Grundschule in Minab

168 Menschen starben bei US-Raketentreffer auf Schule in Minab, 110 Kinder.

Wichtige Fakten

  • 168 Menschen starben bei US-Raketentreffer auf Schule in Minab, 110 Kinder.
  • Pentagon lehnt Details zum Vorfall ab, verweist auf laufende Untersuchung.
  • Video bestätigt US-Marschflugkörper vor Schule; vorläufige Ermittlungen weisen auf US-Verantwortung hin.
  • Trump gab Iran die Schuld ohne Beweise; Pentagon widerspricht nicht öffentlich.

Pentagon schweigt zu tödlichem Schulanchlag im Iran

Am 28. Februar traf eine US-Rakete eine Grundschule im iranischen Minab, wobei nach iranischen Angaben 168 Menschen starben, darunter 110 Kinder. Das Pentagon erklärte lediglich, der Vorfall werde untersucht, und verweigerte jede weitere Auskunft. US-Medienberichte von Anfang März zitierten anonyme Militärs, wonach eine vorläufige Untersuchung auf eine versehentliche US-Angabe hindeute – verursacht durch veraltete Zielkoordinaten. Dennoch hat das Pentagon weder die Verantwortung bestätigt noch zu Details Stellung genommen.

Ehemalige Beamte kritisieren mangelnde Transparenz

Fünf ehemalige US-Regierungsvertreter, darunter ein ranghoher Militäranwalt, warfen dem Pentagon eine historisch einmalige Intransparenz vor. Üblich sei es nach solchen Vorfällen gewesen, innerhalb weniger Wochen detaillierte Informationen zu veröffentlichen. Ex-Berater Wes Bryant nannte das Schweigen „inakzeptabel“, weil die nötige Prüfung längst abgeschlossen sein müsste. Auch ein ehemaliger Pentagon-Beamter betonte, dass die Komplexität des Falles diesen nicht rechtfertige – es wirke eher politisch motiviert.

Politische und rechtliche Implikationen

Präsident Trump hatte Iran für den Angriff verantwortlich gemacht, ohne Beweise vorzulegen. Verteidigungsminister Pete Hegseth bekräftigte stets, dass man niemals Zivilisten ins Visier nehme. Der zuständige Untersuchungsbeauftragte sei unabhängig vom Zentralkommando eingesetzt worden, teilte das Pentagon mit. Die BBC dokumentierte drei historische Vergleichsfälle, in denen das Militär deutlich schneller detaillierte Auskünfte gab. Demokratische Kongressabgeordnete fordern Aufklärung, Republikaner schweigen weitgehend zum Fall.

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