Tödlicher US-Raketenangriff auf iranische Schule: Pentagon schweigt ungewöhnlich lange
Wichtige Fakten
- • 168 Menschen starben, darunter 110 Kinder.
- • Pentagon bestätigte keine US-Verantwortung, obwohl Beweise vorliegen.
- • Ehemalige US-Beamte kritisieren beispiellose Intransparenz.
- • Untersuchung läuft, aber Ergebnisse werden nicht mitgeteilt.
Der Vorfall
Anfang des Jahres tötete ein US-Raketenangriff auf eine Grundschule im iranischen Minab 168 Menschen, darunter rund 110 Kinder. Der Schlag ereignete sich während der ersten Salven des US-israelischen Krieges am 28. Februar. Nach unabhängigen Berichten, die durch Videoaufnahmen gestützt werden, traf ein US-Marschflugkörper eine iranische Militärbasis neben der Schule, wobei auch die Schule getroffen wurde. Iranische Behörden haben jedoch unabhängigen Ermittlern den Zugang zu dem Gebiet verweigert.
Fehlende Transparenz
Fünf Monate nach dem Angriff hat das Pentagon nur mitgeteilt, dass der Vorfall noch untersucht werde. Im Gegensatz zu früheren Fällen ziviler Opfer unter US-Militäreinsätzen wurden keine grundlegenden Details veröffentlicht. Ehemalige US-Beamte, darunter ein hochrangiger Militäranwalt, kritisieren dies als beispiellosen Mangel an Transparenz. Sie verweisen auf ähnliche Vorfälle aus der Vergangenheit, bei denen deutlich mehr Informationen innerhalb weniger Tage bereitgestellt wurden.
Politische Reaktionen
Demokratische Abgeordnete haben das Pentagon mehrfach schriftlich um Aufklärung gebeten, jedoch laut BBC keine inhaltlichen Antworten erhalten. Republikanische Abgeordnete weigern sich meist, zu dem Vorschlag zu äußern. Präsident Trump beschuldigte in einer ersten Reaktion Iran, den Angriff selbst verursacht zu haben, bislang ohne Belege. Das Rote Kreuz und die UN fordern Zugang zum Gelände.
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