25 Jahre Frauen in allen Bereichen der Bundeswehr: Fortschritte und Herausforderungen
Wichtige Fakten
- • Seit 2001 sind alle Bereiche der Bundeswehr für Frauen geöffnet.
- • Frauenanteil liegt bei über 13 Prozent, Ziel sind 20 Prozent.
- • Persönliche Ausrüstung wie Schutzwesten ist oft nicht an Frauen angepasst.
- • Dienstgrade bleiben geschlechtsneutral (z. B. „Frau Hauptfeldwebel").
- • Wehrbeauftragter sieht Potenzial für Soldatinnen als nicht ausgeschöpft.
Militärmusik und Sanitätsdienst bis heute Frauen in allen Bereichen
Vor 25 Jahren öffnete die Bundeswehr alle Bereiche für Frauen – von der Panzerhaubitze bis zur Führungsetage. Heute dienen über 25.000 Frauen in der Truppe, das entspricht mehr als 13 Prozent der Soldaten. Der Europäische Gerichtshof hatte 2000 die Öffnung erzwungen, nachdem eine Bewerberin als Waffenelektronikerin abgelehnt worden war.
Fortschritte sichtbar, aber es gibt noch Baustellen
Jana, eine der ersten Frauen als Geschützführerin einer Panzerhaubitze 2000, bezeichnet sich selbst als „Einhorn". Sie erlebt täglich, dass Vertrauen erst erarbeitet werden muss. Der Wehrbeauftragte des Bundestages mahnt, dass das Potenzial für Soldatinnen nicht ausgeschöpft sei. Insbesondere bei der persönlichen Ausrüstung, etwa Schutzwesten nach weiblicher Anatomie, hakt es noch.
Neue Karrierewege und Tradition
Die Dienstgrade bleiben geschlechtsneutral – „Frau Hauptfeldwebel" ist die Anrede. Die ranghöchste Frau der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Nicole Schilling, ermutigt junge Frauen, sich mehr zuzutrauen. Die Vereinbarkeit von Familie und Dienst gilt als Schlüssel für eine höhere Frauenquote, die bei 20 Prozent liegen soll.
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