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Politik 27.04.2026, 03:01 Aktualisiert: 27.04.2026, 08:02

81 Prozent der Deutschen finden Wohlstand ungerecht verteilt

81% der Deutschen finden Wohlstand ungerecht verteilt.

Wichtige Fakten

  • 81% der Deutschen finden Wohlstand ungerecht verteilt.
  • 64% befürworten Rückkehr zur Vermögenssteuer.
  • 61% fordern höhere Erbschaftssteuer auf hohe Erbschaften.
  • Zwei Drittel lehnen Koppelung des Renteneintrittsalters an Lebenserwartung ab.
  • 42% priorisieren Leistungsgerechtigkeit vor Verteilungs- oder Bedarfsgerechtigkeit.

Ergebnisse der ARD-Umfrage zur Gerechtigkeit

Vier von fünf Deutschen (81 Prozent) empfinden die Verteilung des wirtschaftlichen Wohlstands in Deutschland als ungerecht. Nur 15 Prozent halten den Status quo für gerecht. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für die ARD-Aktion 'Deine Meinung zählt!' hervor, bei der im April 2026 bundesweit 2.084 Menschen befragt wurden. Das Gefühl der Ungerechtigkeit zieht sich durch alle Alters- und Einkommensgruppen.

Zustimmung zu Vermögens- und Erbschaftssteuer

64 Prozent der Befragten befürworten eine Rückkehr zur Vermögenssteuer, die seit 1997 nicht mehr erhoben wird. Auch eine Anhebung der Steuer auf hohe Erbschaften findet bei 61 Prozent Zustimmung. AfD-Anhänger sind mehrheitlich gegen beide Steuern. Zudem sprechen sich zwei Drittel dafür aus, dass Migranten Sozialleistungen nur nach längerer Arbeit in Deutschland erhalten sollen.

Spannungsfeld zwischen Entlastungen und Reformen

Knapp die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent) kann Einschnitte in die Sozialsysteme nachvollziehen, um diese zukunftssicher zu machen, während genau so viele dies ablehnen. Regionale Unterschiede sind groß: Während in Westdeutschland mehr Verständnis herrscht, ist die Ablehnung in Ostdeutschland mit 60 Prozent deutlich höher. Ein besonders kontroverses Thema ist die Rentenreform: 86 Prozent befürworten die Einbeziehung von Beamten, Selbstständigen und Politikern in die gesetzliche Rentenversicherung, während 64 Prozent eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ablehnen.

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