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International 20.03.2026, 05:00 Aktualisiert: 20.03.2026, 10:52

Al-Aqsa-Moschee erstmals seit 1967 zu Eid geschlossen

Erste Schließung der Al-Aqsa-Moschee zu Eid seit 1967.

Wichtige Fakten

  • Erste Schließung der Al-Aqsa-Moschee zu Eid seit 1967.
  • Israel begründet die Maßnahme mit Sicherheitsbedenken gegenüber Iran.
  • Arabische und islamische Organisationen verurteilen die Schließung scharf.
  • In Gaza findet Eid unter schwierigen humanitären Bedingungen statt.
  • Viele Palästinenser mussten außerhalb der Altstadt beten.

Schließung der Al-Aqsa-Moschee

Zum ersten Mal seit 1967 bleibt die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem an Eid al-Fitr, dem Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan, geschlossen. Israelische Behörden sperrten den Zugang zum heiligen Komplex, der Muslimen als al-Haram al-Sharif und Juden als Tempelberg bekannt ist, mit Verweis auf Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Eskalation zwischen Israel und Iran. Hunderte Palästinenser mussten ihre Gebete außerhalb der Altstadt verrichten, während die Straßen ungewöhnlich leer blieben und viele Geschäfte geschlossen waren.

Reaktionen und Hintergründe

Palästinenser kritisieren die Schließung als Teil einer israelischen Strategie, um die Kontrolle über den Ort zu festigen, und befürchten einen gefährlichen Präzedenzfall. In den letzten Monaten gab es vermehrt Festnahmen von Gläubigen und israelische Siedlereinfälle in den Komplex. Die Arabische Liga, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und andere internationale Gremien verurteilten die Maßnahme als Verletzung des Völkerrechts und der Religionsfreiheit, die regionale Spannungen anheizen könnte.

Eid in Gaza unter Kriegsbedingungen

Parallel dazu erleben Muslime in Gaza das Eid-Fest unter den anhaltenden Bedingungen des Krieges. Trotz sporadischer Bombardements und einer humanitären Krise versuchen Familien, traditionelle Rituale wie das Backen von Gebäck in überfüllten Lagern aufrechtzuerhalten, während viele um Angehörige trauern oder vertrieben wurden. Der zeitweise wieder geöffnete Grenzübergang Rafah brachte nur begrenzte Entlastung, und die Freude über das Fest bleibt für viele unvollständig angesichts von Verlust und Unsicherheit.

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