Alan-Jones-Prozess: Verteidigung bestreitet Vorwürfe der sexuellen Belästigung
Wichtige Fakten
- • Alan Jones plädiert auf nicht schuldig bei 22 Anklagepunkten.
- • Ein Zeuge (J) sagt, Jones habe ihn sexuell belästigt.
- • Die Verteidigung behauptet, J erfinde die Vorwürfe.
- • Der Prozess in Sydney dauert an.
Verteidigung bezichtigt Zeugen der Falschaussage
Im laufenden Prozess gegen den australischen Radiomoderator Alan Jones hat dessen Verteidigerin Gabrielle Bashir SC den ersten Zeugen der Anklage beschuldigt, die Vorwürfe erfunden zu haben. Der Mann, der als J bezeichnet wird, soll Details über Jones' Genitalien erfunden haben, um den 85-Jährigen zu demütigen und zu diskreditieren. J bestritt dies energisch.
Zeuge hält an Aussagen fest
J, der in den 2000er Jahren als Teenager das Anwesen von Jones in Fitzroy Falls besuchte, sagt aus, Jones habe ihn ungewollt geküsst, sexuell berührt und in einem Gästezimmer sexuell belästigt. Er habe Jones' Penis gesehen und dessen Erektion als unvollständig beschrieben. Die Verteidigung argumentiert, diese Details seien erfunden, da J die Genitalien von Jones nie gesehen haben könne. J hält dagegen, dass er sie gesehen habe.
Widersprüche in der Aussage
Bashir wies auf Widersprüche zwischen Js Polizeiaussage und seiner Aussage vor Gericht hin, insbesondere bezüglich der Anzahl der Übernachtungen und des gefahrenen Fahrzeugs. Sie stellte auch in Frage, warum J nach der Anweisung zu duschen einen Bademantel anzog, wenn er Angst vor Übergriffen gehabt habe. J bestätigte, dass es keine Erwähnung des Bademantels in seiner Polizeiaussage gab. Er bestritt, dies aus den Medien erfahren zu haben.
Fortsetzung des Prozesses
Der Prozess am Downing Centre Local Court wird fortgesetzt. Jones hat auf nicht schuldig plädiert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen 2001 und 2019 sechs Männer sexuell belästigt zu haben.
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