Abschiebegefängnis 'Alligator Alcatraz' endgültig geschlossen
Wichtige Fakten
- • Gouverneur DeSantis bestätigte endgültige Schließung nach kurzer Betriebszeit.
- • Das Zentrum war wegen skandalöser Zustände wie Würmer im Essen in der Kritik.
- • Operiert seit Anfang Juni 2026 aufgrund der Hurrikansaison vorübergehend geschlossen.
- • Insgesamt wurden mehr als 22.000 Insassen durch die Einrichtung geschleust.
- • Richterin ordnete Entfernung von Zäunen, Generatoren und Beleuchtung an.
Endgültige Schließung angekündigt
Das US-Abschiebegefängnis „Alligator Alcatraz“ in den Everglades wird nach knapp einjährigem Betrieb geschlossen, wie Gouverneur Ron DeSantis mitteilte. Die Einrichtung sei von Anfang an als Notfalllösung gedacht gewesen. Bereits Anfang Juni war eine vorübergehende Schließung aufgrund der Hurrikansaison erfolgt; alle Insassen wurden verlegt. Nun folgt die endgültige Schließung.
Kritik an Missständen und Kosten
Das Zentrum stand wegen seiner harschen Haftbedingungen in der Kritik. Inhaftierte berichteten von käfigartigen Zellen, mangelnder Hygiene, Würmern im Essen und Toiletten ohne Spülung. Die US-Regierung wies die Vorwürfe zurück, doch mehrere Gerichte befassten sich mit dem Fall. Medienberichte deuten darauf hin, dass horrende Betriebskosten ebenfalls zum Aus beigetragen haben.
Schnellbau und Gerichtsanordnung
Die Einrichtung war 2025 innerhalb von nur acht Tagen aus Zelten, Containern und Stacheldraht – ohne reguläre Genehmigungsverfahren oder Umweltprüfungen – errichtet worden. Präsident Trump hatte sie persönlich eröffnet. DeSantis zufolge wurden insgesamt über 22.000 Insassen durch das Zentrum geschleust. Eine Bundesrichterin ordnete an, Zäune, Generatoren und Beleuchtung zu entfernen.
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