Anklage gegen Dortmunder wegen Terrorfinanzierung und Aufrufen zu Anschlägen im Darknet
Wichtige Fakten
- • Die Bundesanwaltschaft klagt einen Mann wegen Terrorismusfinanzierung und Anleitung zu staatsgefährdender Gewalt an.
- • Der Beschuldigte soll im Darknet zu Anschlägen auf Politiker wie Olaf Scholz und Angela Merkel aufgerufen haben.
- • Er wird der rechtsextremen Reichsbürgerszene zugeordnet und hatte Todeslisten mit Politiker-Namen veröffentlicht.
- • Der Mann wurde im November 2025 in Dortmund festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.
- • Die Ermittlungen wurden durch Hinweise des Bundesamts für Verfassungsschutz eingeleitet.
Anklageerhebung
Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Anklage gegen einen Mann erhoben, der im Darknet zu Anschlägen auf bekannte Politiker aufgerufen und Spenden für mögliches Kopfgeld gesammelt haben soll. Dem Beschuldigten, Martin S., werden Terrorismusfinanzierung und die Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.
Ermittlungsergebnisse
Der Mann soll seit Mai 2025 im Darknet aktiv gewesen sein und dort Todeslisten mit Namen von Politikern wie Olaf Scholz und Angela Merkel veröffentlicht haben. Ermittler ordnen ihn der rechtsextremen Reichsbürgerszene zu, und er war zuvor in der Dortmunder Neonazi-Szene aktiv. Er wurde im November 2025 in Dortmund festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Hintergründe
Die Aktivitäten im Darknet, wo Inhalte oft kriminell sind und Nutzer anonym bleiben, wurden durch Hinweise des Bundesamts für Verfassungsschutz aufgedeckt. Das Motiv des Beschuldigten basiert auf einer demokratiefeindlichen Ideologie.
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