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Wirtschaft 02.06.2026, 08:18 Aktualisiert: 02.06.2026, 10:02

Anthropic KI Claude Mythos: Systemrisiko für das globale Finanzsystem

Claude Mythos findet tausende Zero-Day-Lücken in Rekordzeit.

Wichtige Fakten

  • Claude Mythos findet tausende Zero-Day-Lücken in Rekordzeit.
  • EZB, FSB und IWF warnen vor systemischem Risiko für Finanzstabilität.
  • Anthropic hält die KI zurück, plant aber baldigen breiten Zugang.
  • EU-Banken sollen mehr in Cybersicherheit investieren.
  • Anthropic plant Börsengang im Jahr 2026.

KI als systemische Bedrohung

Anthropics KI-Modell Claude Mythos entdeckt Softwarelücken im Rekordtempo, was Cyberangriffe massiv beschleunigen könnte. Banken, Aufseher und internationale Institutionen wie EZB, FSB und IWF sehen darin ein systemisches Risiko für das globale Finanzsystem. Die KI hat in Testläufen tausende hochkritische Zero-Day-Lücken aufgespürt und kann komplexe Angriffe selbst programmieren.

Reaktionen der Aufsichtsbehörden

Die EZB hat ein Nottreffen europäischer Banken einberufen. Der IWF warnt vor einem „potenziellen makrofinanziellen Schock“ durch Cybervorfälle. Enisa soll ebenfalls Zugang zu Mythos erhalten, während europäische Banken zunächst außen vor bleiben. EZB-Vizepräsident de Guindos fordert mehr Investitionen in Cybersicherheit und schnellere Schließung von Sicherheitslücken.

Parallel geplanter Börsengang

Anthropic hat derweil angekündigt, noch 2026 an die Börse zu gehen. Das Unternehmen wurde zuletzt mit über 965 Milliarden Dollar bewertet und erwartet für die erste Jahreshälfte Profitabilität. Der Börsengang wird als einer der wichtigsten seit dem Dotcom-Zeitalter angesehen.

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