Pokémon-Go-Daten trainieren KI für Militärdrohnen
Wichtige Fakten
- • Standortscans von Pokémon-Go-Spielern trainierten KI-Modelle.
- • Die KI kann Militärdrohnen bei GPS-Ausfall navigieren.
- • Niantic bestätigte Partnerschaft mit Vantor für Drohnensoftware.
- • Spieler stimmten den Scans beim Hochladen zu.
Daten aus Pokémon Go für militärische KI
Standortscans aus dem Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go wurden genutzt, um eine KI zu trainieren, die Militärdrohnen in Kriegsgebieten navigieren kann, selbst wenn GPS nicht verfügbar ist. Wie der Guardian berichtet, sammelte Niantic, der Entwickler des Spiels, diese Daten freiwillig von Spielern, die eine entsprechende Funktion aktiviert hatten.
Partnerschaft mit Rüstungsfirma
Niantic bestätigte eine Partnerschaft mit Vantor, einem Unternehmen, das räumliche Erkennungssoftware für Drohnen herstellt – auch für militärische Zwecke. Die KI soll Drohnen helfen, sich ohne GPS zu orientieren und Einsätze zu koordinieren. Vantor hatte im Februar einen Vertrag mit der US-Armee über bis zu 217 Millionen Dollar abgeschlossen.
Datenschutz bedenklich
Datenschutzexperten kritisieren die Nutzung von Spielerdaten für militärische Zwecke. Tom Sulston von Digital Rights Watch erklärte, die Einwilligung der Spieler sei fragwürdig, da die meisten die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht lesen. Die verarbeiteten Daten seien aber die Spitze des Eisbergs; bereits früher wurden Daten von Fitness-Apps für militärische Zwecke verwendet.
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