Anthropic wirft Alibaba massiven Diebstahl von KI-Fähigkeiten vor
Wichtige Fakten
- • Anthropic wirft Alibaba illegalen Zugriff auf sein KI-Modell Claude vor.
- • Fast 29 Millionen Austausche über tausende betrügerische Konten durchgeführt.
- • Destillationsangriffe: Extraktion von Antworten zur Schulung schwächerer KI-Modelle.
- • Anthropic fordert US-Kongress zu strengeren Schutzmaßnahmen auf.
- • Alibaba bezeichnet Vorwürfe als unbegründet und klagt gegen Pentagon-Blacklist.
Vorwürfe gegen Alibaba
Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat dem chinesischen E-Commerce- und Technologiekonzern Alibaba vorgeworfen, „unverfroren“ und „illegal“ die Fähigkeiten seines KI-Modells Claude extrahiert zu haben. In einem Brief an zwei US-Kongressabgeordnete erklärte Anthropic, dass Betreiber in Verbindung mit Alibaba fast 29 Millionen Austausche mit Claude über tausende betrügerische Konten durchgeführt hätten – die größte bekannte Kampagne dieser Art. Die Angriffe erfolgten mittels sogenannter „Destillationsangriffe“, bei denen Antworten einer leistungsstarken KI extrahiert werden, um ein schwächeres Modell zu trainieren.
Reaktionen und Hintergrund
Anthropic forderte den Kongress auf, Unternehmen für solche Angriffe zu bestrafen und Maßnahmen zu ergreifen, um Diebstahl von US-Technologie zu verhindern. Der Vorfall reiht sich ein in frühere Anschulldigungen gegen chinesische Firmen, etwa durch OpenAI. Alibaba wies die Vorwürfe zurück und verklagte die US-Regierung, um von einer Pentagon-Blacklist gestrichen zu werden. Anthropic selbst steht wegen seines fortschrittlichen Modells „Mythos“ in der Kritik, da es Cybersicherheitsbedenken aufwirft.
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