Antiziganismus bleibt drängendes Problem – Welt-Roma-Tag mahnt zu mehr Wertschätzung
Wichtige Fakten
- • Antiziganismus ist weiterhin ein drängendes Problem in Deutschland.
- • Sinti und Roma sind als nationale Minderheit anerkannt mit etwa 70.000 Menschen.
- • Diskriminierungsvorfälle haben sich 2023 im Vergleich zu 2022 verdoppelt.
- • Der Welt-Roma-Tag geht auf den ersten Kongress 1971 in London zurück.
Antiziganismus und Forderungen am Welt-Roma-Tag
Am Internationalen Tag der Roma beklagt der Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung, Michael Brand, eine fortdauernde Feindseligkeit gegen Sinti und Roma in Deutschland. Er betont, dass Antiziganismus weiterhin ein drängendes Problem sei und viele Angehörige aus Angst vor Ablehnung ihre Identität nicht offen zeigen. Der Beitrag der Minderheit sei kulturell, sozial und politisch unverzichtbar und verdiene mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung.
Historischer Hintergrund und aktuelle Herausforderungen
Der Welt-Roma-Tag geht auf den ersten Welt-Roma-Kongress 1971 in London zurück, wo Vertreter aus 14 Ländern für soziale Gerechtigkeit kämpften. In Deutschland sind Sinti und Roma als nationale Minderheit anerkannt, mit Schätzungen von etwa 70.000 Menschen. Familienministerin Karin Prien erinnert daran, dass es bis zur Gleichberechtigung noch ein langer Weg sei, da viele weiterhin Benachteiligung oder Ausgrenzung erfahren.
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