AWS-Ausfälle durch KI-Tools werfen Fragen zur Automatisierung auf
Wichtige Fakten
- • Ein KI-Agent namens Kiro löste im Dezember einen 13-stündigen AWS-Ausfall aus.
- • Amazon plant 16.000 Stellenabbau nach 14.000 Entlassungen im Oktober.
- • Das Unternehmen betont, es handele sich um Benutzerfehler, nicht KI-Fehler.
- • Experten kritisieren mangelndes Kontextverständnis autonomer KI-Systeme.
- • Amazon implementierte zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie Peer-Reviews nach den Vorfällen.
KI-bedingte Ausfälle bei Amazon Web Services
Bei Amazon Web Services (AWS) kam es zu mindestens zwei Ausfällen, die durch künstliche Intelligenz verursacht wurden. Laut Financial Times löste der KI-Agent "Kiro" im Dezember einen 13-stündigen Betriebsausfall aus, indem er autonom einen Teil der AWS-Umgebung löschte und neu erstellte. Amazon bezeichnete die Vorfälle als kleinere Ereignisse, von denen nur einer kundenorientierte Dienste betraf, und betonte, es handle sich um Benutzerfehler durch falsch konfigurierte Zugangskontrollen, nicht um KI-Fehler.
Personalkürzungen und KI-Strategie
Parallel zu den Ausfällen plant Amazon weitere Personalreduzierungen: Nach 14.000 Entlassungen im Oktober sollen im Januar 16.000 Stellen gestrichen werden. CEO Andy Jassy erklärte, dies diene der Unternehmenskultur und ersetze keine Mitarbeiter durch KI, obwohl er zuvor Effizienzgewinne durch KI erwähnt hatte, die langfristig die Belegschaft reduzieren könnten. Experten wie Michał Woźniak kritisieren diese widersprüchliche Darstellung.
Expertensicht und Sicherheitsmaßnahmen
Sicherheitsexperten äußern Skepsis gegenüber Amazons Einschätzung. Jamieson O'Reilly erklärt, KI-Agenten hätten oft kein vollständiges Kontextverständnis für die Folgen ihrer Aktionen. Nach den Vorfällen implementierte Amazon zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie obligatorische Peer-Reviews für Produktionszugänge. Der KI-Agent Kiro erfordert nun standardmäßig Autorisierung vor Aktionen, um ähnliche Probleme zu vermeiden.
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