KI-Gipfel in Indien von Pannen und Absagen überschattet
Wichtige Fakten
- • Bill Gates sagte seine Rede nach Epstein-Berichterstattung ab.
- • Ein Roboterhund wurde fälschlich als indische Entwicklung präsentiert.
- • Verkehrschaos und Internetprobleme störten den Gipfelablauf.
- • Indien und Deutschland vereinbarten eine KI-Kooperation.
- • Indische Konzerne kündigten Milliardeninvestitionen in KI-Rechenzentren an.
Übersicht
Der AI Impact Summit in Neu-Delhi wurde von Organisationschaos, prominenten Absagen und einem Skandal überschattet. Microsoft-Mitgründer Bill Gates sagte seine Rede kurzfristig ab, nachdem er in neu veröffentlichten Akten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein erwähnt wurde. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang zog seine Teilnahme zurück. Ein vermeintlich in Indien entwickelter Roboterhund entpuppte sich als Produkt eines chinesischen Herstellers, was die Opposition als peinlich für das Gastgeberland kritisierte.
Logistische Probleme
Straßensperrungen verursachten ein Verkehrschaos in der 20-Millionen-Metropole, sodass Teilnehmer kilometerweit zum Veranstaltungsort laufen mussten. Zudem blieben Ausstellungshallen überraschend geschlossen, und es gab Berichte über Internetprobleme. Trotz der Pannen hielten Indiens Ministerpräsident Narendra Modi und UN-Generalsekretär António Guterres Reden, in denen sie für den Schutz von Kindern vor KI-Gefahren und einen gemeinwohlorientierten Einsatz der Technologie warben.
Kooperationen und Investitionen
Der Gipfel wurde auch für bedeutende Ankündigungen genutzt: Deutschland und Indien unterzeichneten einen Vertrag zur Vertiefung der KI-Zusammenarbeit, der unter anderem den Zuzug von Fachkräften erleichtern soll. Indische Konzerne wie Adani und Reliance kündigten Investitionen von insgesamt 210 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren an, und US-Cloudanbieter wie Amazon Web Services, Google und Microsoft planen eine Ausweitung ihrer Aktivitäten auf dem Subkontinent.
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