Babyboomer-Häuser könnten Preise sinken lassen – aber nur auf dem Land
Wichtige Fakten
- • Jede dritte deutsche Wohnimmobilie gehört den Babyboomern.
- • Bis 2050 dürften Millionen altersbedingt den Besitzer wechseln.
- • In der Uckermark sind fast 48% der Immobilien in Boomer-Hand.
- • Sanierungskosten schätzt Experten auf 150.000 bis 200.000 Euro.
- • Städte: Preise steigen weiter, Land: droht Leerstand.
Angebotswelle durch Babyboomer
Bis 2050 dürften Millionen Immobilien der Babyboomer-Generation den Besitzer wechseln. Nach Berechnungen der Plattform Jacasa gehört bereits jetzt jede dritte Wohnimmobilie in Deutschland den geburtenstarken Jahrgängen. Das zusätzliche Angebot könne die Preise sinken lassen, erwarten viele Studien.
Stadt-Land-Gefälle
Während in Ballungsräumen die Preise weiter steigen dürften, droht in ländlichen Regionen ein Überangebot an Häusern, die keinen Käufer finden. Besonders betroffen sind ostdeutsche und strukturschwache Gebiete wie die Uckermark oder der Landkreis Meißen.
Attraktive Objekte bleiben gefragt
Immobilienökonom Thomas Beyerle betont, dass Lage und Zustand entscheidend bleiben. Viele Objekte sind Sanierungsfälle, die Kosten von 150.000 bis 200.000 Euro verursachen. Förderprogramme der KfW wie "Jung kauft alt" sollen Käufer unterstützen.
Urbanisierung verstärkt Wohnungsnot
Die Jüngeren ziehen in die Städte und geben ihre Häuser auf dem Land nicht auf. Damit verschärft sich der Mangel in Ballungsräumen weiter, während auf dem Land Leerstand droht.
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