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Gesellschaft 20.08.2026, 15:43 Aktualisiert: 20.08.2026, 18:03

DGB-Ausbildungsreport: finanzielle Sorgen belasten Auszubildende zunehmend

Jeder zweite Azubi fühlt sich psychisch belastet.

Wichtige Fakten

  • Jeder zweite Azubi fühlt sich psychisch belastet.
  • Finanzielle Sorgen sind häufigster Belastungsfaktor (49,9%).
  • Viele Azubis finden keine bezahlbare Wohnung.
  • Fast 42% fehlt jemand zum Reden über ihre Probleme.
  • Land Baden-Württemberg kürzt Azubi-Wohnzuschüsse als Ausgleich.

Finanzielle Ängste dominieren

Der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt: Fast jeder zweite Auszubildende fühlt sich psychisch belastet. Neben den Anforderungen im Betrieb sind es vor allem finanzielle Sorgen, die den Druck auf die jungen Menschen erhöhen. Dazu kommen die Wohnungssucht aufgrund des angespannten Marktes und die allgemein gestiegenen Lebenshaltungskosten.

Kürzungen in Baden-Württemberg schüren Zukunftsangst

Wie mehrere Berichte seit August 2026 zeigen, belastet insbesondere die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt viele Auszubildende. Fast jede zweite Person in Ausbildung hatte wenig Freude an finanziellen Grübeleien, was sich laut DGB auch negativ auf die körperliche und seelische Gesundheit auswirkt. Viele haben den Eindruck, dass sie allein durch die Arbeitswelt gehen – 41,7 Prozent der Befragten gaben an, dass es bei ihnen kaum Möglichkeiten gibt, über Belastungen zu sprechen.

Der Gewerkschaftsbund fordert die Unternehmen wie auch die Politik auf, hier gegenzusteuern und ein neues Bewusstsein für die Bedürfnisse der Auszubildenden zu schaffen – eine Forderung, die auf dem Hintergrund von Bundestrends wie steigenden Ausbildungsplatzabbrüchen besonders aktuell erscheint.

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