Bad Bunny setzt mit Super-Bowl-Auftritt politisches Statement und löst Kontroverse aus
Wichtige Fakten
- • Bad Bunny performte als erster Künstler vollständig auf Spanisch bei der Super-Bowl-Halbzeitshow.
- • US-Präsident Donald Trump kritisierte den Auftritt auf Truth Social als 'Schlag ins Gesicht' für die USA.
- • Die Show zeigte die Flaggen vieler Länder Nord- und Südamerikas sowie Szenen aus Puerto Rico.
- • Gastauftritte hatten Lady Gaga, Ricky Martin und Cardi B; im Publikum waren Prominente wie Kim Kardashian und Lewis Hamilton.
- • Die alternative 'All-American Halftime Show' von Turning Point USA erreichte nur einen Bruchteil der Zuschauer.
Politische Botschaften auf der größten Bühne
Der Latin-Superstar Bad Bunny hat die Halbzeitshow des Super Bowl XL in eine politische und kulturelle Demonstration verwandelt. Als erster Künstler überhaupt performte er die gesamte Show auf Spanisch – ein Novum, das insbesondere bei Ex-Präsident Donald Trump auf scharfe Kritik stieß. Trump, der dem Event fernblieb, bezeichnete den Auftritt auf Truth Social als „Schlag ins Gesicht“ für die USA und monierte, man verstehe „kein Wort“.
Kulturelle Hommage an Puerto Rico
Die Show war gezielt an die Millionen in den USA lebenden Latinos und an alle Länder Amerikas gerichtet. Bad Bunny ließ Fahnenträger die Flaggen zahlreicher nord- und südamerikanischer Nationen präsentieren und rief „Gott segne Amerika“, bevor er die USA und „mi madre“, Puerto Rico, in einer Liste lateinamerikanischer Länder erwähnte. Das Bühnenbild verwandelte das Stadion in Santa Clara, Kalifornien, in eine Hommage an Puerto Rico: mit nachgebauten traditionellen Hausfassaden, mobilen Essensständen, Zuckerrohrplantagen und einer lebendigen Hochzeitszeremonie.
Gastauftritte und politische Untertöne
Gastauftritte von Lady Gaga, die in puerto-ricanischem Himmelblau eine Salsa-Version ihres Hits sang, und Ricky Martin, der den politischen Song „Lo que le pasó a Hawaii“ gegen kulturelle Übernahme performte, unterstreichen die kulturelle und politische Botschaft. Bad Bunny nutzte die Plattform auch, um indirekt die radikale Abschiebepolitik der US-Regierung zu kritisieren, nachdem er zuletzt aus Protest gegen ICE auf US-Konzerte verzichtet hatte. In einer Überraschungsreferenz integrierte er sogar den Los Angeleser Taquería-Besitzer Victor Villas, um die Rolle von Einwanderern zu würdigen.
Polarisierende Resonanz
Die Resonanz war polarisierend: Während Gouverneur Gavin Newsom den 9. Februar zum „nationalen Bad-Bunny-Tag“ in Kalifornien erklärte, streamte die konservative Turning Point USA eine alternative Halbzeitshow mit Kid Rock, die jedoch nur einen Bruchteil der Zuschauer erreichte. Mit geschätzt 135,4 Millionen Zuschauern allein in den USA und als meistgestreamter Künstler des Vorjahres hat Bad Bunny bewiesen, dass politische Botschaften auf der größten Showbühne der Welt ankommen – und nachhaltig diskutiert werden.
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