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Wirtschaft 09.05.2026, 06:36 Aktualisiert: 09.05.2026, 12:06

Bauruine statt Traumhaus: Wenn Bauträger pleitegehen

Anstieg der Bauinsolvenzen in Deutschland auf 258 Fälle im März 2026.

Wichtige Fakten

  • Anstieg der Bauinsolvenzen in Deutschland auf 258 Fälle im März 2026.
  • Käufer zahlen trotz unfertiger Immobilie Kreditraten und Miete doppelt.
  • Banken blockieren oft die Freigabe von Globalgrundschulden für Fortbau.

Bauinsolvenz in Büttelborn: Traum vom Eigenheim zerstört

In Büttelborn-Worfelden liegt das Bauprojekt mit 16 Eigentumswohnungen und vier Reihenhäusern seit Anfang 2023 brach. Grund war die Insolvenz des Generalunternehmers RLH Wohnungsbau GmbH. Die Käufer, wie Emanuele und Sarah Monaco, haben bereits über 400.000 Euro investiert und zahlen nun Kreditraten, ohne eine fertige Immobilie besitzen zu können. Auch Familie Oldelehr ist mit rund 280.000 Euro und einem laufenden Kredit betroffen. Sie stehen nun vor einer Bauruine und müssen weiter monatlich zahlen.

Doppelte Belastung und mangelnder Schutz

Die Käufer sind rechtlich das schwächste Glied. Sie haben oft zu viel zu früh gezahlt: Im Fall Worfelden wurden insgesamt 4,25 Millionen Euro überwiesen, statt der vereinbarten 2,25 Millionen Euro, obwohl die Bauleistungen kaum erbracht waren. Neben der eigenen Not leiden auch Nachbarn: Der teilweise geflutete Standrohr beschädigte ein Nachbargebäude so schwer, dass es abgestützt werden musste; der Schaden beläuft sich auf über 300.000 Euro.

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