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Gesellschaft 11.05.2026, 10:06 Aktualisiert: 11.05.2026, 15:03

Wohnungsnot in Deutschland: Immer mehr Menschen leben zu beengt

11,7 Prozent leben in zu kleinen Wohnungen 2025, ein Anstieg um 1,5 Prozentpunkte.

Wichtige Fakten

  • 11,7 Prozent leben in zu kleinen Wohnungen 2025, ein Anstieg um 1,5 Prozentpunkte.
  • 30,8 Prozent der Ausländer sind betroffen, fast fünfmal mehr als Deutsche.
  • In Großstädten ist die Überbelegungsquote mit 16,9 Prozent dreimal so hoch wie auf dem Land.
  • Viele ältere Menschen leben in zu großen Wohnungen, Umzug oft zu teuer.

Überbelegung in Deutschland steigt

2025 lebten 11,7 Prozent der Bevölkerung in zu kleinen Wohnungen – ein Anstieg gegenüber 10,2 Prozent im Vorjahr. Besonders betroffen sind Erwachsene mit ausländischer Staatsbürgerschaft (30,8 Prozent), Familien mit Kindern (17,6 Prozent) und Bewohner großer Städte (16,9 Prozent). Die Quote auf dem Land liegt dagegen bei lediglich 5,5 Prozent.

Zuwenig und zuviel Wohnraum zugleich

Neben der Überbelegung gibt es auch eine Unterbelegung: Rund 35 bis 45 Prozent der Menschen leben in zu großen Wohnungen, vor allem in ländlichen Gebieten. Viele wechseln aber nicht, da kleinere Wohnungen oft höhere Mieten kosten und gesellschaftliche Bindungen bestehen. Einfache Umverteilungen sind politikheikel, der Schlüssel liegt im Neubau.

EU-Vergleich

Im EU-Schnitt leben 16,8 Prozent der Menschen zu beengt – in Rumänien sogar 40,4 Prozent, während Zypern (2,2 %) und die Niederlande (4,1 %) die geringsten Quoten aufweisen. Deutschland liegt unter dem EU-Durchschnitt.

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