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Kultur 12.02.2026, 11:45 Aktualisiert: 12.02.2026, 23:04

Berlinale 2026 setzt mit Exilfilmen politische Akzente

Shahrbanoo Sadats Film 'No Good Men' eröffnet die Berlinale 2026.

Wichtige Fakten

  • Shahrbanoo Sadats Film 'No Good Men' eröffnet die Berlinale 2026.
  • Das 'Artist at Risk'-Programm fördert jährlich fünf bis sechs bedrohte Filmemacher.
  • Deutsche Bürokratie stellt Exilkünstlern Hürden wie Visaprobleme dar.
  • Frankreich bietet laut Berichten bessere Bedingungen für Exilkünstler.
  • Exilfilmemacher kritisieren Erwartungen an ernste Themen über ihre Heimat.

Eröffnung und politische Ausrichtung

Die Berlinale 2026 eröffnet mit 'No Good Men' von Shahrbanoo Sadat, einer afghanischen Regisseurin, die nach der Taliban-Machtübernahme fliehen musste. Unter Festivalleiterin Tricia Tuttle rückt politisches Autorenkino in den Mittelpunkt, wobei der Eröffnungsfilm eine humorvolle Auseinandersetzung mit dem Patriarchat in Afghanistan darstellt und gleichzeitig dokumentarische Elemente mit einer romantischen Komödie verbindet.

Unterstützungsprogramme und bürokratische Hürden

Programme wie das Nipkow-Programm und 'Artist at Risk' unterstützen Filmemacher aus aller Welt, letzteres fördert jährlich fünf bis sechs verfolgte Künstler für sechs Monate, wie etwa die iranische Filmemacherin Mahnaz Mohammadi. Trotzdem sind die Antragsfristen langwierig, und viele Exilfilmemacher berichten von besseren Bedingungen in Frankreich, wo die Filmförderung weniger föderal und aufgeschlossener ist. In Deutschland kämpfen sie oft mit bürokratischen Hürden, wie Schwierigkeiten bei Arbeitserlaubnissen oder Visaproblemen, wie im Fall der Schauspielerin Mahsa Rostami.

Künstlerische Freiheit und Kritik

Exilfilmemacher wie Shahrbanoo Sadat kritisieren, dass sie oft auf ernste Filme über ihre Heimatländer festgelegt werden, während sie künstlerische Freiheit suchen. Sadats Film wurde ursprünglich als reine Komödie konzipiert, musste aber zu einer 'romantischen Komödie' angepasst werden, um Fördergelder zu erhalten. Dies unterstreicht die Spannung zwischen politischen Erwartungen und künstlerischer Autonomie für Exilkünstler.

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