Brasiliens Kampf gegen illegale Goldminen im Amazonas: Verwüstung im Sararé-Territorium
Wichtige Fakten
- • Illegale Goldsucher zerstörten 4% des Waldes im Sararé-Territorium seit Januar 2024.
- • Präsident Lula startete eine "Disintrusion"-Operation zur Vertreibung der Minenarbeiter.
- • Der Goldpreisanstieg durch globale Instabilität treibt die illegale Förderung an.
- • Organisierte Kriminalität wie das Red Command ist vermutlich in der Region aktiv.
Im Sararé-Indigenengebiet im brasilianischen Amazonas kämpfen Sicherheitskräfte gegen eine der zerstörerischsten illegalen Goldminenoperationen in der Geschichte des Landes. Die Region, die an Bolivien grenzt, verlor seit Januar 2024 4% ihrer Wälder. Seit etwa fünf Jahren wurden 44,8 km² Land verwüstet, eine Fläche fast halb so groß wie Manhattan. Unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva starteten die Behörden eine "Disintrusion"-Operation, um die Goldsucher zu vertreiben. Die Operation fand bereits im besser bekannten Yanomami-Territorium statt, woraufhin viele Minenarbeiter nach Sararé flohen.
Vor Ort berichtete der Guardian von völliger Zerstörung: Die Landschaft ist von Kratern und mit giftigem Quecksilber belasteten Gewässern übersät. Minenarbeiter nutzen schwere hydraulische Bagger und Sprengstoff, um Gold zu fördern. Die Sicherheitskräfte zerstörten illegal aufgestellte Maschinen und Strukturen. Zudem gibt es Hinweise auf die Beteiligung der kriminellen Organisation Red Command aus Rio de Janeiro, die vermutlich Kontrolle über die Minen übernommen hat. Nach Angriffen der Spezialeinheiten wurden fünf schwer bewaffnete Männer bei einer Schießerei 2024 getötet.
Nambiquara-Führer wie Jackson Katitãurlu beklagen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen: vergiftete Flüsse, verschwundene Tierwelt und ständige Gewalt. Der ehemalige Präsident Jair Bolsonaro hatte die illegale Goldförderung stillschweigend geduldet, was Lulas Operation jetzt in einer verzweifelten Mission rückgängig zu machen versucht. Die Zukunft der Maßnahme und des Schutzes von Indigenengebieten hängt laut dem Beamten Nilton Tubino stark von der Wiederwahl Lulas im Oktober ab.
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