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Politik 16.06.2026, 17:09 Aktualisiert: 16.06.2026, 23:08

Britische Militärchefs warnen vor Kürzungen bei Training und Einsätzen

Generalstabschef Sir Richard Knighton warnt vor Kürzung von Aktivitäten.

Wichtige Fakten

  • Generalstabschef Sir Richard Knighton warnt vor Kürzung von Aktivitäten.
  • John Healey trat als Verteidigungsminister wegen unzureichender Finanzierung zurück.
  • Die Regierung plant Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 3,5 % des BIP bis 2035.
  • Healey forderte 3 % bis 2030, sieht aber nur 0,08 % Anstieg jährlich.
  • Auch der Armed Forces Minister Al Carns trat aus Protest zurück.

Warnung des Generalstabschefs

Der britische Generalstabschef Sir Richard Knighton hat gewarnt, dass die Streitkräfte ihre Ausbildungs- und Einsatzaktivitäten zurückfahren müssten, wenn das Verteidigungsministerium nicht mehr Mittel erhalte als derzeit vorgesehen. In einer Anhörung im Lords International Relations and Defence Committee am Dienstag sagte Knighton, das Verteidigungsinvestitionsprogramm (DIP) enthalte nicht genug Finanzierung für kurzfristige laufende Aktivitäten. Diese Finanzierung ist entscheidend für Operationsbereitschaft, Übungen und Ausbildung.

Rücktritt des Verteidigungsministers

John Healey war letzte Woche als Verteidigungsminister zurückgetreten und erhob schwere Vorwürfe gegen Kanzlerin Rachel Reeves und die Regierung. Er bezeichnete das Verteidigungsinvestitionsprogramm als unzureichend und warnte, dass Gegner nicht nach den Zeitplänen des Finanzministeriums handelten. Healey sieht bis 2030 nur einen geringen Anstieg der Verteidigungsausgaben und fordert ein klares Datum für das Ziel von 3 %. Zusätzlich trat auch der Armed Forces Minister Al Carns zurück.

Aktuelle Verteidigungspläne

Die Regierung hat sich verpflichtet, die Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 3,5 % des BIP zu erhöhen. Premier Keir Starmer bekräftigte den Kurs und verwies auf die vorrangige Sicherung der Verteidigungsfähigkeiten. Der neue Verteidigungsminister Dan Jarvis überprüft derzeit die Mittelverwendung. Knighton betonte jedoch, dass bei ausbleibenden Mehrausgaben die Streitkräfte langfristig Schaden nehmen würden, vor allem durch fehlende Übungen und Einsätze.

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