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International 15.02.2026, 18:02 Aktualisiert: 15.02.2026, 23:05

Britische und deutsche Militärchefs warnen vor russischer Bedrohung und fordern Aufrüstung

Britische und deutsche Militärchefs veröffentlichen gemeinsamen Aufrüstungsappell

Wichtige Fakten

  • Britische und deutsche Militärchefs veröffentlichen gemeinsamen Aufrüstungsappell
  • Russlands militärische Ausrichtung habe sich 'entscheidend nach Westen verschoben'
  • Beide Länder planen größte Verteidigungsausgabenerhöhung seit Ende des Kalten Krieges
  • Deutschland stationiert dauerhaft Brigade an NATO-Ostflanke und ändert Grundgesetz
  • NATO-Staaten streben 5% des BIP für Verteidigung bis 2035 an

Gemeinsamer Appell für Aufrüstung

Die höchsten Militärchefs Großbritanniens und Deutschlands, Air Chief Marshal Richard Knighton und General Carsten Breuer, haben in einem beispiellosen gemeinsamen Artikel in The Guardian und Die Welt die Öffentlichkeit aufgefordert, die 'moralische' Notwendigkeit der Aufrüstung anzuerkennen. Sie argumentieren, dass Russlands militärische Haltung sich 'entscheidend nach Westen verschoben' habe und Europa einen 'Paradigmenwechsel' in seiner Verteidigung benötige.

Politische und öffentliche Reaktionen

Trotz der Warnungen zeigen Umfragen in beiden Ländern erhebliche Widerstände in der Bevölkerung gegen Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben. Gleichzeitig unterstützen die Regierungen beider Länder erhebliche Aufrüstungsmaßnahmen: Deutschland stationiert dauerhaft eine Brigade an der NATO-Ostflanke und hat sein Grundgesetz für uneingeschränkte Verteidigungsfinanzierung geändert, während Großbritannien bis zu sechs Munitionsfabriken baut.

Europäische Sicherheitsdebatte

Die Debatte findet vor dem Hintergrund von Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine und zunehmender Ungewissheit über die US-Unterstützung für die NATO nach Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus statt. Auf dem Münchner Sicherheitsforum betonte Bundeskanzler Friedrich Merz die Bedrohung durch Russland und diskutierte mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über eine Beteiligung am französischen Atomschirm.

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