Britische Verteidigungspläne verzögern sich – Kritik an Regierung wächst
Wichtige Fakten
- • Der britische Verteidigungsinvestitionsplan sollte ursprünglich im Herbst 2025 veröffentlicht werden.
- • Ex-NATO-Generalsekretär George Robertson kritisiert die Finanzierung der Streitkräfte scharf.
- • General Sir Richard Barrons bestätigt die Unterfinanzierung der britischen Armee.
Verzögerung des Verteidigungsplans
Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat die Veröffentlichung des lang erwarteten Verteidigungsinvestitionsplans (DIP) erneut verzögert. Der Plan, der darlegen soll, wie die Verteidigungsausgaben auf 3 % des BIP bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode erhöht werden sollen, war ursprünglich für den Herbst 2025 vorgesehen. Starmer konnte in jüngsten Befragungen im Parlament keinen konkreten Zeitpunkt für die Veröffentlichung nennen.
Kritik von Experten
Der ehemalige NATO-Generalsekretär George Robertson, der eine strategische Verteidigungsüberprüfung für die Regierung leitete, übt scharfe Kritik an der Finanzierung der Streitkräfte. In einer Rede wirft er dem Schatzamt "Vandalismus" vor und bemängelt, dass nur 40 Wörter im Haushalt der Schatzkanzlerin Rachel Reeves der Verteidigung gewidmet waren. Robertson warnt, dass Großbritannien unterfinanziert und unsicher sei.
Unterfinanzierung der Streitkräfte
General Sir Richard Barrons, ein weiterer Autor der Verteidigungsüberprüfung, unterstützt Robertsons Kritik. Er bestätigt, dass die britischen Streitkräfte zu klein und unterfinanziert seien, um den aktuellen Sicherheitsherausforderungen zu begegnen. Barrons reagierte mit Bestürzung auf spöttische Kommentare des US-Verteidigungsministers über die Royal Navy, konnte diese aber nicht widerlegen.
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