Bundesregierung beschließt umfassende Startup-Strategie mit Fokus auf Verteidigung
Wichtige Fakten
- • Bundeskabinett gibt grünes Licht für 36-seitige Startup-Strategie.
- • Erstmals direkte Beteiligung des Bundes an Rüstungs-Startups.
- • Deutschlandfonds soll privates Kapital in Höhe von 130 Mrd. Euro mobilisieren.
- • Verwaltungsprozesse für Gründungen sollen vollständig digitalisiert werden.
- • Flexiblere Kündigungsregeln für hoch vergütete Start-up-Jobs geplant.
Die Bundesregierung will mit einer neuen „Startup- und Scaleup-Strategie“ junge, innovative Unternehmen gezielt in ihrer Wachstumsphase unterstützen und verhindern, dass sie ins Ausland abwandern. Das Bundeskabinett soll heute grünes Licht für das 36-seitige Papier mit mehr als 150 Einzelmaßnahmen geben, federführend entwickelt vom Wirtschaftsministerium.
Ein Schwerpunkt liegt auf Verteidigung und Sicherheit: Für Firmen aus diesem Sektor will der Bund erstmals direkte Beteiligungen an Waffenherstellern ermöglichen und ihnen den Kapitalzugang erleichtern. Zudem sollen militärische Start-ups die gleiche Förderung wie andere erhalten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte die Notwendigkeit, mehr privates Kapital zu mobilisieren, da in Deutschland nur 0,15 Prozent des BIP in Wagniskapital fließen (USA: 0,8 Prozent). Die Strategie sieht vor, Gelder aus der privaten Altersvorsorge für Start-up-Investitionen zu nutzen und den Deutschlandfonds über 2030 hinaus zu verlängern, um bis zu 130 Milliarden Euro an privatem Kapital zu hebeln.
Weitere Maßnahmen adressieren Bürokratieabbau (Projekt „Schneller Gründen“), Fachkräftesicherung durch flexiblere Kündigungsregeln für hoch vergütete Arbeitsverhältnisse und attraktivere steuerliche Rahmenbedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligung. Auf EU-Ebene soll eine einheitliche Rechtsform grenzüberschreitende Aktivitäten erleichtern.
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