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Wirtschaft 21.07.2026, 15:01 Aktualisiert: 21.07.2026, 18:01

Kartellamt verhängt Millionen-Bußgeld wegen Preisabsprachen bei Reifen

Bußgeld von 11,9 Mio. Euro gegen drei Reifenunternehmen.

Wichtige Fakten

  • Bußgeld von 11,9 Mio. Euro gegen drei Reifenunternehmen.
  • Maxxis International, Best4Tires Berlin und Reifen Müller betroffen.
  • Vorwurf: Preisbindung beim Vertrieb von Maxxis- und CST-Reifen.
  • Maxxis setzte Preismoderation nach Verfahrenseinleitung 2024 aus.
  • Bußgeldbescheide noch nicht rechtskräftig; Einspruch möglich.

Bußgeld wegen Preisabsprachen

Das Bundeskartellamt hat gegen drei Unternehmen und einen Verantwortlichen Geldbußen von insgesamt 11,9 Millionen Euro verhängt. Der Vorwurf: Die Unternehmen schränkten die Preisbildung beim Vertrieb von Reifen der Marken Maxxis und CST auf dem deutschen Reifengroßhandelsmarkt ein. Betroffen sind die Maxxis International GmbH aus Dägeling, die Best4Tires Berlin GmbH sowie die Reifen Müller GmbH & Co. KG aus Hammelburg.

Illegale Preisvorgaben

Maxxis als Alleinimporteurin schloss ab Ende 2015 mit Großhändlern sogenannte Margengarantievereinbarungen ab, die laut Kartellamt unzulässige Vorgaben für Verkaufspreise enthielten. Zudem betrieb Maxxis ein System zur Preismoderation auf der Plattform Tyre24, bei dem zu niedrige Preise korrigiert wurden. Das Verfahren wurde durch einen Kooperationsantrag eines Händlers ausgelöst. Maxxis stellte die Praktiken im Juli 2024 ein.

Bußgeldhöhe und Rechtsmittel

Das Kartellamt berücksichtigte bei der Höhe der Bußgelder die Kooperation von Maxxis und Best4Tires Berlin. Maxxis und Reifen Müller stimmten einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zu. Die Bescheide sind noch nicht rechtskräftig; Einspruch ist vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf möglich.

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