Großbritannien: Haushaltsdefizit niedriger als erwartet, neue Entlastungen angekündigt
Wichtige Fakten
- • Staatsverschuldung im Juni: 16 Mrd. Pfund.
- • Mehrwertsteuer auf Strom wird ab Oktober gestrichen.
- • Arbeitslosenquote bleibt bei 4,9 %.
- • Lohnwachstum im Privatsektor fiel unter 3 %.
- • Brent-Ölpreis steigt auf 90,21 Dollar pro Barrel.
Haushaltssituation
Großbritannien verzeichnete im Juni mit 16 Milliarden Pfund eine geringere Neuverschuldung als erwartet, ein Rückgang von 7,9 Milliarden Pfund im Jahresvergleich. Die Gesamtverschuldung bleibt jedoch mit fast 3 Billionen Pfund auf einem historisch hohen Niveau. Das Plus lässt sich auf geringere inflationsgebundene Zinszahlungen zurückführen.
Neue Entlastungen und wirtschaftliche Herausforderungen
Premierminister Andy Burnham kündigte die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Haushaltsstromrechnungen ab Oktober an, finanziert durch die Streichung des digitalen Personalausweisprogramms. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 4,9%, das Lohnwachstum im Privatsektor fiel erstmals seit 2020 unter 3%. Märkte reagierten verhalten auf die Ankündigung einer flexibleren Haushaltspolitik, die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg wieder über 5%.
Rüstungssektor und geopolitische Spannungen
Rüstungsaktien legten nach der Ernennung des früheren Verteidigungsministers John Healey zum Schatzkanzler zu – Investoren spekulieren auf höhere Militärausgaben. Der Ölpreis stieg unterdessen angesichts drohender Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen auf saudische Häfen. Die Internationale Energieagentur forderte eine baldige Wiedereröffnung der Meerenge von Hormus, um Engpässe zu vermeiden.
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