Bundesweiter GSM-R-Ausfall legt Bahnverkehr lahm – Verkehr rollt wieder
Wichtige Fakten
- • Störung des digitalen Bahnfunks GSM-R am 23.06.2026.
- • Bahnverkehr bundesweit eingestellt, Züge zurückgehalten.
- • Störung nach zwei Stunden behoben, Verkehr läuft an.
- • Ursache laut Bahn fehlerhaftes Software-Update.
- • Kritik an Krisenmanagement und Forderung nach Aufklärung.
Bundesweiter Stillstand durch GSMR-Ausfall
Eine schwerwiegende Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hat am späten Dienstagabend, den 23. Juni 2026, den gesamten Zugverkehr der Deutschen Bahn sowie privater Bahnen wie Metronom lahmgelegt. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten oder mussten auf freier Strecke stoppen, sodass tausende Reisende in Zügen oder auf Bahnhöfen ausharren mussten.
Störung nach etwa zwei Stunden behoben
Techniker des Unternehmens arbeiteten unter Hochdruck an der Lösung des Problems. Bereits nach rund zwei Stunden konnte die Störung behoben werden. Die Bahn teilte mit, das System sei wieder funktionsfähig und der Zugverkehr laufe wieder an, mahnte aber zu Geduld – mit Verspätungen und einzelnen Zugausfällen sei noch zu rechnen. Die Ursache sei nach Unternehmensangaben ein fehlerhaftes Software-Update. Sicherheitsbehörden schließen Sabotage aus.
Kritik an Krisenmanagement und politische Forderungen
Politik und Verbände reagierten mit harscher Kritik. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sprach einem Bericht der dpa zufolge von einem neuen Tiefpunkt in der ohnehin schwachen Betriebsqualität der Bahn und prangerte ein unzureichendes Notfallmanagement an. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) forderte eine rasche Aufklärung und Sprach mit dem stellvertretenden SPD-Fraktionschef über Systemverbesserungen. Auch der Güterverband der Privatbahnen drängt die DB-Konkurrenz auf eine gründliche Aufklärung. Der überregionale Notfall löst eine erneute Strukturdebatte aus.
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