Burnhams Versprechen: Großbritanniens Kampf gegen Obdachlosigkeit
Wichtige Fakten
- • In Großbritannien leben 4.800 Menschen auf der Straße.
- • Burnham war zuvor Bürgermeister von Manchester und senkte Obdachlosenzahl.
- • Kritiker bezweifeln, dass das Ziel erreichbar ist.
- • Es fehlen bezahlbare Wohnungen und finanzielle Mittel.
Burnhams Ziel: Ende der Obdachlosigkeit
Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat in seiner ersten Rede angekündigt, die Obdachlosigkeit im Vereinigten Königreich zu beenden. Diese Ankündigung stößt auf Skepsis, sowohl bei Betroffenen als auch bei Helfern. In England leben laut offiziellen Schätzungen rund 4.800 Menschen auf der Straße. Verral Paul-Walcott, ein ehrenamtlicher Helfer in London, bezweifelt, dass das Ziel erreichbar ist: "Obdachlosigkeit ist so komplex", sagt er. Auch der Betroffene Malcolm, der seit 20 Jahren auf der Straße lebt, glaubt nicht an Burnhams Versprechen: "Das ist Blödsinn. Ich glaube ihm nicht."
Burnhams Erfahrung aus Manchester
Burnham hat sich bereits als Bürgermeister von Manchester mit dem Thema befasst. Mit seinem Programm "Jede Nacht ein Bett" wurden 600 Schlafplätze geschaffen, und die Zahl der Obdachlosen sank zeitweise von 268 auf 90. Dennoch ist die Zahl inzwischen wieder gestiegen. Ant Hopkinson von der Hilfsorganisation Emmaus erklärt, dass jährlich etwa 90.000 neue Sozialwohnungen benötigt würden – eine "fundamentale Umkehr" sei nötig. Die Kosten sind hoch, das Budget der Regierung ist knapp.
Klimapolitik unter Druck
Parallel steht Burnham wegen seiner Klimapolitik in der Kritik. Londons Bürgermeister Sadiq Khan fordert ein klares Bekenntnis zu Netto-Null und weniger Öl- und Gasabhängigkeit. Bei den umstrittenen Projekten Jackdaw und Rosebank in der Nordsee muss die Regierung bald Entscheidungen treffen. Ökonomen warnen, dass neue Bohrungen schädlich für Wirtschaft und Energiesicherheit wären. Burnham hat sich bisher nicht klar geäußert, obwohl er sich früher für den Fossil Fuel Treaty ausgesprochen hat.
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