China als Gewinner der Krise um die Straße von Hormus
Wichtige Fakten
- • China lagert Öl für 104 Tage Importe ab Januar bereit.
- • China errichtete 2025 weltweit mehr als die Hälfte neuer Solaranlagen.
- • Die Sperrung der Straße von Hormus ließ Energiepreise steigen.
- • Chinas Solar- und EV-Exporte wuchsen enorm (Solar +60%, EV +110%).
Hintergrund der Krise
China hat sich laut einem Bericht der Asia Group als klarer Gewinner aus der Straße von Hormus-Krise herausgestellt. Die Krise begann, nachdem die USA und Israel am 28. Februar 2025 Iran angegriffen hatten, was zur Schließung der lebenswichtigen Wasserstraße führte, durch die ein Großteil des globalen Öl- und Gashandels fließt. Die asiatischen Märkte waren besonders betroffen, da etwa 80 % des Öls und 90 % des LNGs über diese Route nach Asien gelangten.
Chinas Resilienz und Vorteile
Der Bericht hebt hervor, dass China den Energiepreisschock besser als andere Regionen bewältigen konnte, dank großer strategischer Ölreserven – genug für 104 Tage Importe – und dem rasanten Ausbau erneuerbarer Energien. Bis Januar 2026 deckten diese Reserven den Bedarf. Zudem baute China 2025 315 GW Solarleistung zu, mehr als die Hälfte der globalen Neuinstallationen. Dadurch wurde das Land weniger beim Energieimport getroffen.
Indirekte Gewinne für Chinas Industrie
China profitiert auch indirekt, da andere Länder als Reaktion auf die Krise ihre Energiewende beschleunigen. Peking dominiert die globalen Lieferketten für Solartechnik und E-Mobilität, was sich in einem Anstieg der Solarexporte um 60 % (April) und der EV-Exporte um 110 % (Mai) gegenüber dem Vorjahr zeigt. Experten warnen jedoch vor Risiken, falls China als neuer Hegemon im Nahen Osten angesehen wird.
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