China kritisiert US-Anklage gegen Kubas Ex-Präsidenten
Wichtige Fakten
- • US-Justiz klagt Ex-Präsident Raúl Castro wegen Mordes an US-Bürgern an.
- • China wirft USA Nötigung vor und unterstützt Kuba.
- • Castro droht bei Verurteilung lebenslange Haft oder Todesstrafe.
Hintergrund der Anklage
Ein US-Gericht hat den 94-jährigen Ex-Präsidenten Raúl Castro sowie fünf weitere Personen wegen Verschwörung zum Mord an US-Bürgern angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, für den Abschuss zweier Flugzeuge im Jahr 1996 verantwortlich zu sein, bei dem drei US-Bürger getötet wurden. Die Flugzeuge gehörten der dissidenten Gruppe „Brüder der Rettung“ und befanden sich auf einem Flug zwischen Kuba und Florida.
Chinesische Reaktion
Chinas Außenministerium rief die USA auf, „Drohungen und Nötigung“ gegen Kuba zu unterlassen. Sprecher Guo Jiakun betonte, China unterstütze Kuba entschieden in seinem Recht auf nationale Souveränität und lehne externe Einmischung ab. Die USA sollten Sanktionen und Justiz nicht als Druckmittel einsetzen.
US-Politik gegenüber Kuba
Die Anklage erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter US-Sanktionen gegen Kuba, darunter ein Öl-Embargo, das zu Engpässen und Blackouts führte. Präsident Trump hatte zuvor offen über einen Sturz des kubanischen Regimes spekuliert. China und Kuba sind seit Xi Jinpings Besuch 2014 enger verbunden; Kuba trat 2018 der Belt-and-Road-Initiative bei.
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