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Wirtschaft 11.06.2026, 09:06

Chinesischer Stahlkonzern Jingye fordert Millionenschadenersatz von Großbritannien

Jingye verlangt über 1 Mrd Pfund von der britischen Regierung.

Wichtige Fakten

  • Jingye verlangt über 1 Mrd Pfund von der britischen Regierung.
  • Kläger beruft sich auf das bilaterale Investitionsabkommen zwischen China und UK.
  • Britische Regierung hatte British Steel aus nationalen Sicherheitsgründen verstaatlicht.
  • Jingye kaufte British Steel 2020, litt aber unter globaler Überkapazität.
  • Nach sechs Monaten kann ein internationales Schiedsgericht entscheiden.

Hintergrund des Streits

Der chinesische Stahlkonzern Jingye Steel hat ein formelles Verfahren nach einem internationalen Abkommen eingeleitet, um von der britischen Regierung Entschädigung für die Verstaatlichung des Stahlwerks in Scunthorpe zu erhalten. Wie der Guardian berichtet, verlangt das Unternehmen nach mehr als einjährigen Verhandlungen über eine Zahlung mehr als eine Milliarde Pfund.

Verstaatlichung von British Steel

Premierminister Keir Starmer hatte die Übernahme von British Steel im April aus Gründen der nationalen Sicherheit angeordnet. Er betonte die Bedeutung der Fähigkeit, Stahl aus Eisenerz herzustellen. Insidern zufolge spielten jedoch auch Befürchtungen um 2700 drohende Jobverluste eine wesentliche Rolle, da Jingye die Schließung des Werks innerhalb weniger Tage plante.

Weitere Entwicklung

Jingye, das British Steel 2020 in einem von der Regierung vermittelten Deal übernommen hatte, leitete nun Konsultationen nach dem britisch-chinesischen Investitionsabkommen ein. Nach sechs Monaten könnte der Streit an ein internationales Schiedsgericht überwiesen werden. Der Ausgang bleibt offen, doch die britische Regierung plant neue Eigentümer und Subventionen für die Dekarbonisierung.

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