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Politik 15.05.2026, 02:40 Aktualisiert: 15.05.2026, 10:04

CIA-Direktor trifft kubanische Führung: Gespräche über Kooperation

CIA-Direktor Ratcliffe traf Kubas Innenminister in Havanna.

Wichtige Fakten

  • CIA-Direktor Ratcliffe traf Kubas Innenminister in Havanna.
  • USA bieten 100 Mio. Dollar Hilfe, verteilt durch die Kirche.
  • Kuba hat kein Diesel und Heizöl mehr, schwere Stromausfälle.
  • Proteste in Havanna nach tagelangen Blackouts.

Geheimtreffen in Havanna: CIA-Direktor sucht Dialog

CIA-Direktor John Ratcliffe hat am Donnerstag überraschend seinen kubanischen Amtskollegen im Innenministerium in Havanna getroffen. Ziel war es, den politischen Dialog zwischen den beiden verfeindeten Staaten zu verbessern. Laut CIA-Beamten überbrachte Ratcliffe eine persönliche Botschaft von US-Präsident Trump. Kuba erklärte, man habe verdeutlicht, dass das Land keine Bedrohung für die USA darstelle und keine feindlichen Aktionen gegen Amerika dulde.

US-Hilfsangebot unter Auflagen

Die USA erneuerten ihr umstrittenes Hilfsangebot von 100 Millionen Dollar für Kuba. Dieses Mal soll die Hilfe jedoch über die katholische Kirche verteilt werden, nicht über die kubanische Regierung. Außenminister Bruno Rodríguez nannte die US-Blockade „völkermörderisch“ und betonte, dass eine Aufhebung der Sanktionen die beste Hilfe wäre. Präsident Miguel Díaz-Canel forderte ebenfalls die Aufhebung des Embargos und lehnte die bevormundende Hilfe ab.

Kuba steht finanziell am Abgrund

Der kubanische Energieminister Vicente de la O Levy erklärte, dass das Land faktisch keinen Diesel und kein Heizöl mehr habe. Die Treibstoffreserven seien aufgebraucht, und schon lange Stromausfälle von bis zu 22 Stunden zwingen tausende Kubaner auf die Straße – zuletzt brannten Demonstranten in Havanna Müll und skandierten anti-amerikanische Parolen. Der USA werden die blockadefreundlichen Maßnahmen auch juristisch vorgeworfen: Vorwürfe gegen Raúl und Fidel Castro wegen Abschusses von Hilfsflugzeugen 1996 stehen im Raum.

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