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Gesellschaft 21.03.2026, 11:13 Aktualisiert: 21.03.2026, 18:04

Collien Fernandes klagt in Spanien und löst Debatte über Gesetzeslücken bei digitaler Gewalt aus

Collien Fernandes klagt in Spanien, da dort Frauenrechte besser geschützt sind als in Deutschland.

Wichtige Fakten

  • Collien Fernandes klagt in Spanien, da dort Frauenrechte besser geschützt sind als in Deutschland.
  • Nur 2,4% der Fälle digitaler Gewalt werden zur Anzeige gebracht, zeigt eine Dunkelfeld-Studie.
  • Justizministerin Hubig plant ein Gesetz gegen digitale Gewalt, das parteiübergreifend Zustimmung findet.
  • Fernandes berichtet von eigenen Erfahrungen mit Justizversagen, da Anzeigen oft fallen gelassen werden.
  • Sie wirbt für eine Demo gegen sexualisierte Gewalt am Brandenburger Tor in Berlin.

Vorwürfe und rechtliche Schritte

Die Schauspielerin Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, Fake-Profile mit pornografischen Inhalten über sie erstellt zu haben. In einem Interview mit den tagesthemen kritisiert sie schwere Lücken im Justizsystem und fordert besseren Schutz für Opfer digitaler Gewalt. Sie berichtet von eigenen Erfahrungen mit Justizversagen, da Anzeigen oft fallen gelassen werden. Fernandes hat sich bewusst für eine Klage in Spanien entschieden, da dort die Rechte von Frauen besser geschützt seien als in Deutschland, was sie als 'Täterparadies' für digitale Gewalt bezeichnet.

Gesellschaftliche Dimension und politische Reaktionen

Fernandes verweist auf eine Dunkelfeld-Studie, die zeigt, dass nur 2,4% der Fälle digitaler Gewalt zur Anzeige gebracht werden, und betont die traumatischen Auswirkungen auf Opfer, die oft psychotherapeutische Behandlung benötigen. Nach Bekanntwerden des Falls erhielt sie viel Solidarität und erfuhr von vielen Frauen ähnliche Erfahrungen, was die Verbreitung des Problems unterstreicht. Die Vorwürfe haben eine politische Debatte ausgelöst: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) plant ein Gesetz gegen digitale Gewalt, das parteiübergreifend Zustimmung findet und Strafbarkeitslücken bei pornografischen Deepfakes schließen soll.

Öffentlicher Appell und zukünftige Entwicklungen

Fernandes appelliert an die Gesellschaft, als Korrektiv zu fungieren und das Bewusstsein für digitale Gewalt als reale Gewalt zu schärfen, um Betroffene zu ermutigen, die 'Mauer des Schweigens' zu durchbrechen. Sie wirbt zudem für eine Demonstration gegen sexualisierte Gewalt, die am Brandenburger Tor in Berlin geplant ist, um auf strukturelle Missstände hinzuweisen. Die politischen Bemühungen zielen darauf ab, das geplante Gesetz zügig umzusetzen, wobei Abgeordnete verschiedener Parteien strengere Regelungen und bessere Ausstattung für Ermittlungsbehörden fordern.

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