Das Ferienhaus als Geldanlage: Lüge oder echter Gewinn?
Wichtige Fakten
- • Banken verlangen oft bis zu 50% Eigenkapital.
- • Break-even liegt bei 140-200 Vermietungstagen pro Jahr.
- • Die Auslastung von Ferienhäusern in Deutschland beträgt durchschnittlich 50%.
- • Kosten für Buchungsplattformen werden oft unterschätzt (10-15% oder mehr).
- • Ferienhäuser altern angeblich doppelt so schnell wie normale Wohnimmobilien.
Ferienhaus als Investment: Chancen und Risiken
Der Traum vom eigenen Ferienhaus, das durch Vermietung Rendite abwirft, ist verlockend, doch die finanzielle Realität ist komplex. Während niedrige Zinsen die Branche zuvor boomen ließen, sind steigende Immobilienpreise, strenge Finanzierungskonditionen und schwankende Auslastungen häufige Hürden. Nach Angaben von Professor Jonas Hahn von der Frankfurt University of Applied Sciences beträgt die Auslastung deutscher Ferienhäuser im Schnitt rund 50 Prozent, was laut Maklerverband IVD für eine Rentabilität ausreicht. Allerdings verlangen viele Banken bei Kapitalanlagen bis zu 50 Prozent Eigenkapital und erheben Zinsaufschläge. Stiftung Warentest fand 2021 heraus, dass vier von 20 befragten Banken gar keine Kredite für Ferienhäuser vergeben.
Lage, Recht und Steuern beeinflussen die Rendite
Die Lage ist entscheidend: Toplagen sind teuer, machen Objekte aber auch ganzjährig attraktiv. Ältere Bestände sind ab etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter zu haben. Steuerliche und regulatorische Aspekte, insbesondere im Ausland, dürfen nicht vernachlässigt werden. Doppelbesteuerungsabkommen müssen geprüft werden. Kosten für Buchungsplattformen und Instandhaltung werden laut Hahn häufig unterschätzt – sie liegen bei 10–15 Prozent und können die Rendite drücken. Ein Ferienhaus sei als aktives Investment und nicht als passives Einkommen zu betrachten.
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