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Politik 01.05.2026, 07:11 Aktualisiert: 01.05.2026, 10:02

Einigung bei Heizkosten: Vermieter sollen neue Kosten teilen

Vermieter und Mieter teilen künftig die Hälfte der CO2-Kosten neuer Gasheizungen.

Wichtige Fakten

  • Vermieter und Mieter teilen künftig die Hälfte der CO2-Kosten neuer Gasheizungen.
  • Die Einigung gilt für den steigenden CO2-Preis und Gasnetzkosten ab 2028/29.
  • Neue fossile Heizungen bleiben erlaubt, aber mit Beimischung klimaneutraler Brennstoffe.
  • Der Mieterbund begrüßt den Schritt, Haus und Grund kritisiert die Kostenverteilung.

Kompromiss im Gebäudemodernisierungsgesetz

Mieter und Vermieter sollen künftig jeweils die Hälfte der Verbrauchskosten neuer Gasheizungen tragen. Darauf haben sich Union und SPD geeinigt. Bisher zahlten die Mieter die Heizkosten im Wesentlichen allein. Die Einigung betrifft insbesondere den steigenden CO₂-Preis und die Netzentgelte für das Gasnetz, die ab 2028 oder 2029 geteilt werden. Auch die Kosten für Biobrennstoffe sollen hälftig aufgeteilt werden, während die reinen Kosten für fossiles Gas und Öl weiterhin allein von den Mietern getragen werden.

Politik und Reaktionen

SPD und Mieterbund begrüßen die Regelung als Schritt zu mehr Fairness, da Vermieter nun stärker an den Folgekosten ihrer Investitionsentscheidungen beteiligt werden. Der Verband Haus und Grund kritisiert dagegen, dass Mieter vor staatlich verursachten Kosten geschützt werden sollen. Umweltorganisationen warnen vor einer Kostenfalle, da die Aufwendungen für Gas- und Ölheizungen trotz der Halbierung weiter steigen dürften. Die Einigung macht den Weg für das Gebäudemodernisierungsgesetz frei, das das umstrittene Heizungsgesetz der Ampel-Regierung ersetzt.

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