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Wirtschaft 27.03.2026, 11:03 Aktualisiert: 27.03.2026, 15:13

Datenpanne bei Lloyds Banking Group betrifft fast 500.000 Kunden

447.936 Kunden von Lloyds, Halifax und Bank of Scotland betroffen

Wichtige Fakten

  • 447.936 Kunden von Lloyds, Halifax und Bank of Scotland betroffen
  • Softwarefehler am 12. März zeigte fremde Kontodaten in Apps
  • 3.625 Kunden erhielten Entschädigungszahlungen von insgesamt 139.000 Pfund
  • Finanzaufsicht FCA und Datenschutzbehörde ICO ermitteln zum Vorfall
  • 114.182 Kunden klickten auf fremde Transaktionen in ihren Apps

Umfang der Panne

Bei einer IT-Panne der Lloyds Banking Group am 12. März 2024 wurden fast eine halbe Million Kunden der Banken Lloyds, Halifax und Bank of Scotland betroffen. Laut einem Schreiben an den Treasury Select Committee des britischen Parlaments waren bis zu 447.936 Kunden davon betroffen, dass in ihren Banking-Apps Transaktionen, Gebühren und sogar Sozialversicherungsnummern anderer Personen einsehbar wurden. Ein Softwarefehler, der während einer nächtlichen Systemänderung eingeführt wurde, verursachte die Datenvermischung.

Reaktionen und Entschädigungen

Die Bank hat bis zum 23. März etwa 3.625 betroffenen Kunden Entschädigungszahlungen („Goodwill Payments“) in Höhe von insgesamt 139.000 Pfund (durchschnittlich 38,34 Pfund pro Person) gezahlt, um Unannehmlichkeiten oder Belastungen auszugleichen. Die Finanzaufsicht FCA und die Datenschutzbehörde ICO ermitteln zu dem Vorfall, wobei Lloyds zugesagt hat, vollständig zu kooperieren. Die Vorsitzende des Treasury Select Committee, Dame Meg Hillier, betonte, dass der Vorfall die Abwägung zwischen Bequemlichkeit digitaler Bankdienstleistungen und unvorhersehbaren technischen Fehlern verdeutlicht.

Auswirkungen und Kritik

Betroffene Kunden berichteten von Panik und dem Gefühl, „fast traumatisiert“ zu sein, da sie zunächst Betrug oder Hacking-Angriffe vermuteten. Experten wie Krista Griggs von GFT und Tech-Analyst Paolo Pescatore wiesen darauf hin, dass der Vorfall strukturelle Veränderungen erfordert, um die Widerstandsfähigkeit der Systeme zu erhöhen und das Kundenvertrauen in digitale Bankdienste zu bewahren. Die Lloyds Banking Group, mit 26 Millionen Kunden der größte Retail- und Commercial-Banking-Anbieter Großbritanniens, entschuldigte sich für den Vorfall und versprach, die Ursachen weiter zu untersuchen.

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